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Hstr. 0082. Adler

Adlerwerke

Die Adlerwerke vorm. H. Kleyer AG waren ein deutsches Fahrzeug- und Maschinenbauunternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main, das Fahrräder, Autos, Motorräder und zuletzt bis 1998 Büromaschinen herstellte. Nach Einstellung der Produktion und Verkauf des historischen Firmensitzes wurde das Unternehmen an einen Investor verkauft. Es firmiert seit 1999 als Adler Real Estate und hat sich auf den Ankauf und die Bewirtschaftung von Wohnimmobilien ausgerichtet. Das Unternehmen ist unter dem neuen Namen weiterhin an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

Adlerwerke vorm. H. Kleyer AG
Rechtsform - Aktiengesellschaft
Gründung - 1880 (als Heinrich Kleyer GmbH)
Auflösung - 1992
Sitz - Frankfurt am Main, Deutschland
Leitung - Heinrich Kleyer / Edmund Rumpler / Hans Gustav Röhr (Chefkonstrukteur; von 1931 bis Ende 1935) / Karl Jenschke (Chefkonstrukteur; ab November 1935)
Mitarbeiterzahl - 10.000 (1922) / 3.000 (1930) / 7.000 (1939)
Branche - Fahrradhersteller, Kraftfahrzeughersteller, Büromaschinenhersteller

Gründung
Die Adler-Fahrradwerke, die ihre Fahrräder zunächst in Frankfurt am Main, Gutleutstraße 9 (das Haus ist nicht erhalten), produzierten, wurden 1880 von Heinrich Kleyer als Heinrich Kleyer GmbH gegründet. Bereits 1881 fertigte die Maschinenfabrik Spohr & Krämer Hoch- und Dreiräder nach seinen Angaben. 1889 entstand im Frankfurter Gallusviertel zwischen Höchster Straße (der späteren Kleyerstraße) und Weilburger Straße auf einem Areal von 18.000 Quadratmetern eine Fabrik mit 600 Arbeitsplätzen. Dort wurden neben Fahrrädern Dreiradwagen und Voiturette-Autos produziert, die mit Motoren von De Dion ausgerüstet waren. Ständige Betriebserweiterungen führten 1895/1896 zur Umwandlung in die Aktiengesellschaft Adlerwerke vorm. H. Kleyer AG, die ein Grundkapital von 2,5 Millionen Mark aufwies, auf das bereits 1898 eine Dividende von 20 Prozent gezahlt werden konnte. 1898 wurde auch die Produktion von Schreibmaschinen in einem siebengeschossigen Fabrikhochhaus an der Weilburger Straße begonnen.
Ab 1901 kamen zum Sortiment der Werke Motorräder mit De-Dion-Motoren hinzu. 1902 unternahm der Schriftsteller Otto Julius Bierbaum mit einem 8-PS-Adlerwagen eine Italienreise, die er in dem Buch Eine empfindsame Reise im Automobil beschrieb. 1903 übernahm der Ingenieur Edmund Rumpler das Adler-Konstruktionsbüro und entwickelte die ersten eigenen Motoren, die 1904 in Produktion genommen wurden. Adler war 1905 der erste deutsche Automobilhersteller, der Motor und Getriebe miteinander verblockte. Von 1907 bis nach dem Zweiten Weltkrieg wurden keine Motorräder mehr hergestellt. Auf der Internationalen Luftfahrt-Ausstellung 1909 stellte das Unternehmen Prototypen von Luftschiffmotoren vor. Zwischen 1910 und 1912 wurde in drei Bauabschnitten eine monumentale Fabrikanlage in historisierenden Formen errichtet, deren zinnenbewehrte Türme erhalten und bereits von weitem zu sehen sind.
Im Jahre 1914 stammten 20 Prozent der in Deutschland zugelassenen Personenwagen von Adler.
Zwischenkriegszeit
Vier Jahre nach dem Ersten Weltkrieg beschäftigte das Unternehmen mit Zweigwerken in weiteren zehn Städten 10.000 Arbeiter und Angestellte. 1930 war die Zahl auf 3.000 gesunken, um bis zum Zweiten Weltkrieg wieder auf 7.000 zu steigen. In den 1920er Jahren hatten die Adlerwerke auch in Berlin eine Filiale (Zimmerstraße / Belle-Allianz-Straße) und zusätzliche Ausstellungssalons an der Straße Unter den Linden sowie in der Hardenbergstraße.
In der ersten Hälfte der 1930er-Jahre lagen die Adlerwerke nach Opel und der Auto Union meist an dritter Stelle der Pkw-Neuzulassungen in Deutschland, 1936 verdrängte Mercedes-Benz sie auf Rang 4. Der Adler Standard 6 mit Sechszylinder-Reihenmotor wurde 1926 vorgestellt. Das am Chrysler 60 orientierte Modell hatte als erster deutscher Pkw eine von ATE mit Lockheed-Lizenz gebaute hydraulische Bremsanlage. Zusammen mit der komplett aus Stahlblech hergestellten Karosserie konnte der Standard 6 so den Entwicklungsvorsprung der seinerzeit in Europa sehr gefragten US-amerikanischen Fahrzeuge aufholen. Bis 1934 setzte Adler von dem Erfolgsmodell knapp 30.000 Wagen ab. Auf gleicher technischer Basis kamen 1928 der Standard 8 mit Achtzylinder-Reihenmotor und 1929 der kleinere Vierzylinder Favorit hinzu. Im Jahr 1930 wurde der ehemalige Leiter des Bauhauses Walter Gropius Berater der Unternehmensleitung und entwarf neben Karosserien auch das Markenzeichen neu. Eine Zusammenarbeit, die wegweisend war und die „Kubuslimousine“ zum neuen Paradigma machte, sich aber nicht zuletzt wegen der Weltwirtschaftskrise ebenso schwierig erwies wie die zeitgleiche Liaison des französischen Architekten Le Corbusier mit dem französischen Automobilhersteller Voisin.
Nach dem Konkurs seines eigenen Unternehmens, der Röhr Auto AG, war Hans Gustav Röhr von 1931 bis Ende 1935 Chefkonstrukteur der Adlerwerke. Er entwickelte den 1932 vorgestellten Adler Trumpf, ein Mittelklassefahrzeug, das sich durch Einzelradaufhängung aller Räder und den damals noch ungewöhnlichen Frontantrieb auszeichnete. Mit einem Motor von einem Liter Hubraum folgte 1934 der ebenfalls frontgetriebene Kleinwagen Adler Trumpf Junior, von dem bis 1939 über 100.000 Exemplare verkauft wurden. Insgesamt stellten die Adlerwerke etwa 210.000 Automobile her. 1935 trennte sich Adler vom Flugzeugbau Max Gerner.
Im November 1935 wurde der von Steyr Daimler Puch kommende Karl Jenschke Adler-Chefkonstrukteur und entwickelte den Adler 2,5 Liter Autobahnwagen in der damals neuartigen Stromlinienform.
Zweiter Weltkrieg
Die Adlerwerke unterhielten während des Kriegs in Frankfurt Arbeitslager für Zwangsarbeiter an der Froschhäuser Straße sowie Kleyerstraße 45 und Krifteler Straße 47 (Werk IV). Bei dem Luftangriff auf Frankfurt am 22. März 1944 wurden die Adlerwerke schwer getroffen und in der Folge große Teile der Produktion ausgelagert. Die Fertigung von Motoren und Fahrgestellen für Halbkettenfahrzeugen der Wehrmacht (Sd.Kfz. 10 und 11) verblieb aber vor Ort. Arbeitskräfte fehlten, selbst zusätzliche Zwangsarbeiter standen nicht mehr zur Verfügung. Daher beantragte die Unternehmensleitung vom SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt die Zuweisung von KZ-Häftlingen. Dies wurde auch umgesetzt und die Häftlinge auf dem Gelände im Werk I an der Weilburger Straße untergebracht. Zwischen August 1944 und dem 24. März 1945 waren rund 1.600 Menschen im nun geschaffenen Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof mit dem Decknamen Katzbach beschäftigt. Etwa ein Drittel der KZ-Häftlinge starb in Frankfurt, mehr als 700 wurden, weil sie zu schwach zum Arbeiten waren, in andere Lager verbracht, so dass letztlich nur ein geringer Teil der in den Adlerwerken Eingesperrten überlebte. Am 24. März 1945 wurden etwa 350 Häftlinge über Hanau, Schlüchtern, Fulda und Hünfeld auf einem Todesmarsch zum KZ Buchenwald getrieben (→ Endphaseverbrechen).

Neuzulassungen von Adler-Pkw im Deutschen Reich von 1933 bis 1938
Jahr - Zulassungszahlen
1933 - 7.476
1934 - 10.274
1935 - 17.658
1936 - 15.325
1937 - 17.177
1938 - 15.467
Quelle:

Nachkriegszeit
Nach dem Zweiten Weltkrieg beschlagnahmte die US-amerikanische Besatzungsmacht die erhaltenen Anlagen der Frankfurter Automobilfertigung, die nicht benutzt werden durften. Bis 1948 hofften die Arbeiter und Angestellten, wieder mit der Produktion von Autos beginnen zu können. Hierfür war das kleinste Modell, der Trumpf Junior, modernisiert worden. Die Karosserien sollten von Karmann geliefert werden. Diese Hoffnung zerschlug sich, als Generaldirektor Ernst Hagemeier nach seiner Rückkehr aus der Internierung 1948 die Wiederaufnahme des Automobilbaus verhinderte.[12] Nach dem Verlust der Automobilfabrik wurde das Produktionsprogramm grundlegend geändert. Neben Fahrrädern und Büromaschinen sollten auch Motorräder und Werkzeugmaschinen hergestellt werden. Mit eigenen Motorrädern kam Adler 1949 auf den Markt. In den 1950er Jahren baute Adler sehr beliebte und sportliche Motorräder. Das Topmodell war die MB 250 S (Sportversion) mit einem Zweitakt-Zweizylinder-Motor, der im Straßenbetrieb 18 PS leistete. Im Jahr 1955 kam mit dem Adler Junior auch ein 100-cm³-Motorroller ins Programm, um den nachlassenden Motorradabsatz aufzufangen.
Im Jahr 1957 kaufte Max Grundig das Aktienkapital der Triumph-Werke in Nürnberg sowie eine Beteiligung an den Adlerwerken, was für Adler das Ende der Motorradfertigung bedeutete. 1958 schloss die Grundig-Werke GmbH beide Tochtergesellschaften sowie den Diktiergeräte-Bereich (Grundig-Stenorette) seiner Grundig-Tonbandgerätewerke zur Triumph-Adler Büromaschinen-Vertriebsgesellschaft zusammen und produzierte fortan nur noch Büromaschinen. Auch die späteren Triumph-Adler-Eigentümer Litton Industries, Volkswagen und Olivetti beschränkten sich auf Büromaschinen.
Im Jahr 1993 verkaufte Olivetti die weiterhin börsennotierte Adlerwerke AG mit dem gesamten historischen Werksgelände in Frankfurt an den Immobilieninvestor Roland Ernst und den Baukonzern Philipp Holzmann. Die noch vorhandene Schreibmaschinenproduktion wurde zunächst verlegt und 1998 schließlich ganz eingestellt; das Gelände mit den denkmalgeschützten Gebäuden wurde separat an Töchter der Investoren verkauft. 1999 übernahm die HBAG Real Estate (vormals Kühltransit AG) von der finanziell angeschlagenen Philipp Holzmann AG 98,3 Prozent der Aktien der Adlerwerke AG.
Die Adlerwerke AG firmierte im Jahr 2002 in Adler Real Estate um und ist seitdem in der Immobilienprojektentwicklung tätig, das Unternehmen ist seit 2005 mehrheitlich in der Hand eines US-amerikanischen Fonds.
Gebäudekomplex in Frankfurt am Main
Von dem ursprünglichen Gebäudekomplex der Adlerwerke in Frankfurt am Main sind noch der westliche und östliche Teil erhalten. Der markante östliche Backsteinbau von 1907 prägt das Gesamtbild. Dazwischen wurden in den 1990er Jahren Neubauten errichtet, die sich in den Komplex einfügen. Mieter sind (Stand 2013) neben anderen das Gallus Theater, eine Eventagentur u. a. mit Oldtimertreffen, ein Restaurant (zeitweilig), die Werbeagenturen Wunderman und Young & Rubicam und mehrere Tochterunternehmen der Deutschen Bahn, darunter DB Systel, DB Station&Service, DB Fahrzeuginstandhaltung, DB Gastronomie, sowie eine Repräsentanz des Vorstandsressorts Infrastruktur der DB.

Fahrzeugmodelle

Pkw
Typ - Bauzeitraum - Zylinder - Hubraum cm³ - Motorleistung kW bzw. (PS) - Höchstgeschwindigkeit km/h
Vis-à-Vis - 1900-1903 - 1 - 400 - 2.6 (3,5) - 30
4,5 PS - 1900-1903 - 1 - 510 - 3.3 (4,5) - 35
8 PS - 1901-1903 - 1 - 865 - 5.9 (8) - 40
24/28 PS - 1904-1905 - 4 Reihe - 4.016 - 20.6 (28) - 65
8/12 (8/14) PS - 1904-1906 - 2 Reihe - 2.008 - 8.8 -10,3 (12-14) - 50
4/8 PS - 1906-1907 - 2 V - 1.032 - 5.9 (8) - 55
5/9 PS - 1907-1909 - 2 Reihe - 1.134 - 6.6 (9) - 60
8/15 PS - 1907-1910 - 4 Reihe - 2.011 - 11 (15) - 55
11/18 PS - 1907-1910 - 4 Reihe - 2.799 - 13,2 (18) - 55
23/50 PS - 1909-1912 - 4 Reihe - 5.800 - 42,6 (58) - 
19/45 PS - 1909-1912 - 4 Reihe - 4.840 - 35 (48) - 
13/30 PS - 1909-1912 - 4 Reihe - 3.180 - 25,7 (35) - 
10/28 PS - 1909-1912 - 4 Reihe - 2.612 - 22 (30) - 
K 7/15 PS - 1910-1913 - 4 Reihe - 1.768 - 11 (15) - 60
KL 7/17 PS - 1910-1913 - 4 Reihe - 1.768 - 12 (17) - 60
30/70 PS - 1911-1914 - 4 Reihe - 7.853 - 51 (70) - 115
35/80 PS - 1911-1914 - 4 Reihe - 9.081 - 62,5 (85) - 
K 5/13 PS - 1911-1920 - 4 Reihe - 1.292 - 9.6 -10,3 (13-14) - 55
20/50 PS - 1912-1914 - 4 Reihe - 5.229 - 40 (55) - 105
15/40 PS - 1913-1914 - 4 Reihe - 3.866 - 33 (45) - 90
9/24 PS - 1913-1914 - 4 Reihe - 2.313 - 17,6 (24) - 70
25/55 PS - 1913-1914 - 4 Reihe - 6.457 - 44 (60) - 
KL 6/16 PS - 1913-1920 - 4 Reihe - 1.551 - 11,8 (16) - 60
12/30 PS - 1914 - 4 Reihe - 3.115 - 25,7 (35) - 
9/24 (9/30) PS - 1921-1924 - 4 Reihe - 2.298 - 17,6-22 (24-30) - 65-75
12/34 (12/40) PS - 1921-1924 - 4 Reihe - 3.115 - 25-29 (34-40) - 85
18/60 PS - 1921-1924 - 4 Reihe - 4.712 - 44 (60) - 100
6/22 PS - 1922-1923 - 4 Reihe - 1.550 - 16 (22) - 75
10/50 PS - 1925-1927 - 6 Reihe - 2.580 - 37 (50) - 90
18/80 PS - 1925-1927 - 6 Reihe - 4.704 - 59 (80) - 100
6/25 PS - 1925-1928 - 4 Reihe - 1.550 - 18 (25) - 80
Standard 6 - 1927-1928 - 6 Reihe - 2.540 - 33 (45) - 85-90
Standard 8 - 1928-1933 - 8 Reihe - 3.887 - 51-59 (70-80) - 100-105
Standard 6 A/S - 1928-1934 - 6 Reihe - 2.916 - 37 (50) - 85-90
Favorit - 1929-1933 - 4 Reihe - 1.943 - 25,7 (35 PS) - 80
Primus 1,5 A - 1932-1934 - 4 Reihe - 1.504 - 23,5-24,2 (32-33) - 90
Trumpf 1,5 AV - 1932-1934 - 4 Reihe - 1.504 - 23,5-24,2 (32-33) - 95
Favorit 2U - 1933-1934 - 4 Reihe - 1.943 - 29 (40) - 90
Standard 6 3U - 1933-1934 - 6 Reihe - 2.916 - 44 (60) - 100
Achtzylinder - 1933-1934 - 8 Reihe - 3.887 - 59 (80) - 105
Trumpf Sport - 1933-1935 - 4 Reihe - 1.645 - 34,5 (47) - 115
Primus 1,7 A - 1933-1936 - 4 Reihe - 1.645 - 28 (38) - 95
Trumpf 1,7 AV - 1933-1936 - 4 Reihe - 1.645 - 28 (38) - 100
Diplomat - 1934-1938 - 6 Reihe - 2.916 - 44-48 (60-65) - 100-105
Trumpf Junior 1G/E - 1934-1941 - 4 Reihe - 995 - 18,4 (25) - 90
Trumpf Junior Sport - 1935-1937 - 4 Reihe - 995 - 20,6 (28) - 110
Trumpf 1,7 EV - 1936-1938 - 4 Reihe - 1.645 - 28 (38) - 102
Primus 1,7 E - 1937-1938 - 4 Reihe - 1.645 - 28 (38) - 100
2,5 Liter - 1937-1940 - 6 Reihe - 2.494 - 42,6 (58) - 125
2,5 Liter Sport - 1938-1939 - 6 Reihe - 2.494 - 59 (80) - 150
2 Liter - 1938-1940 - 4 Reihe - 1.910 - 33 (45) - 110

Typentafel PKW

Lieferfahrzeuge
1. Lieferwagen
2. Schnell-Lieferwagen mit Spezialausstattung
3. Dreiräder mit Elektromotor für die Post, etwa 1902

Motorräder
Typ - Bauzeitraum - Motor - Hubraum cm³ - Motorleistung PS - Höchstgeschwindigkeit
km/h
Modell 1 - 1902 - Dion - - 1,75 - 
Modell 2 - 1903 - 1 Zyl. - - 2,0 - 
Modell 4 - 1904-1906 - 1 Zyl. -  - 2,5 - 
Modell 8 - 1905-1906 - 1 Zyl. -  - 2,5 - 
Modell 12 - 1906-1907 - 1 Zyl. -  - 2,5 - 
Modell 9 - 1905-1906 - 1 Zyl. -  - 3,0 - 
Modell 17 - 1907-1908 - 1 Zyl. -  - 3,0 - 
Modell 13 - 1906 - 1 Zyl. -  - 3,0 - 
Modell 14 - 1906-1907 - 2 Zyl. -  - 3,0 - 
Modell 10 - 1905-1906 - 2 Zyl. -  - 4,0 - 
Modell 18 - 1907-1908 - 2 Zyl. -  - 4,0 - 
Modell 15 - 1906 - 2 Zyl. -  - 4,0 - 
M 60 - 1947-1948 - 1 Zyl. 2-Takt - 60 - 2,2 - 
M 100 - 1949-1954 . 1954-1957 - 1 Zyl. 2-Takt - 98 - 3,75 (4800/min) . 4,1 - 70 . 70; mit Sozius 60
M 125 - 1952-1956 - 1 Zyl. 2-Takt - 123 - 5,6 / 6,8 (5750/min) - 80 / 88
M 150 - 1951-1953 - 1 Zyl. 2-Takt - 147 - 6,8 . 8,4 (5840/min) - 95
MB 150 - 1954-1956 - 1 Zyl. 2-Takt - 147 - 6,8 . 8,4 (5840/min) - 95
M 2011 - 1954-1956 - 1 Zyl. 2-Takt - 199 - 10,5 (5700/min) - 100
MB 201 - 1954-1956 - 1 Zyl. 2-Takt - 199 - 10,5 (5700/min) - 100
M 200 - 1951-1953 - 2 Zyl. 2-Takt - 195 - 9,3 . 11,4 (5450/min) - 95 . 101
MB 200 - 1954-1957 - 2 Zyl. 2-Takt - 195 - 9,3 . 11,4 (5450/min) - 95 . 101
M 250 - 1952-1953 - 2 Zyl. 2-Takt - 247 - 16 (5590/min) - 116,5
MB 250 - 1954-1956 - 2 Zyl. 2-Takt - 247 - 16 (5590/min) - 116,5
Favorit - 1956-1957 - 2 Zyl. 2-Takt - 247 - 16 (5590/min) - 116,5
M 250S - 1952-1953 - 2 Zyl. 2-Takt - 247 - 18 (6200/min) - >120
MB 250S - 1954-1956 - 2 Zyl. 2-Takt - 247 - 18 (6200/min) - >120
Sprinter - 1956-1957 - 2 Zyl. 2-Takt - 247 - 18 (6200/min) - >120

Adler MB 250 G (Geländemaschine, 18 PS)
Adler MB 250 RS (Spezialausführung der MB 250 S, 26 PS, 160 km/h)

Verfilmung
Der Dokumentarspielfilm Fräulein Stinnes fährt um die Welt erzählt die abenteuerliche Reise von Clärenore Stinnes, die 1927 als erster Mensch die Erde mit einem Auto, einem Adler Standard 6, umrundete.

Adler (Motorrad)
Adler 1903
Adler 2 Liter 1939
Adler 2,5 Liter Cabriolet 1937-1939, 58 PS, 125 km/h im EFA-Museum für Deutsche Automobilgeschichte
Adler 2,5 Liter Limousine
Adler 24/28 PS
Adler 4 1/2 HP Vis-à-vis 1901
Adler Doppelphaeton 1909
Adler M 100
Adler M 200 von 1952 im Zweirad-Museum
Adler MB 250 RS (1953)
Adler MB 250 RS von 1955 im Zweirad-Museum Neckarsulm
Adler MB 250, Baujahr 1953 aus dem Motorradmuseum Ibbenbüren
Adler Motorrad von 1902 im Zweirad-Museum
Adler Trumpf Junior, Verkaufsschlager zwischen 1934 und 1940
Adler-Dreirad von 1888 auf einer Briefmarke von 1985
Adler-Schreibmaschinenwerbung aus Bozen, Fa. Amonn, 1925
Aktie über 1000 RM der Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer AG vom September 1942
Briefmarke von 1982
Dame auf Adler-Fahrrad - Reklameschild um 1900
Das Gebäude der Adlerwerke ist heute ein Industriedenkmal (2009)
Die Nord-Ost-Seite der Adlerwerke, gesehen von der Weilburger Straße aus über eine Baustelle hinweg (2017)
Ehemalige Adlerwerke von der Galluswarte aus gesehen
Gebäude der Adlerwerke (Stahlbetonbau nach dem System von François Hennebique), gesehen von der Kleyerstraße, 2007
Gedenktafel für die Häftlinge des ehemaligen KZ-Außenlagers
Kühlerfigur Adler Standard 6
Stoßstangen-Kofferschreibmaschine aus den 1930er Jahren
Werbeanzeige der Adlerwerke von 1907

Adler 2 Liter

Der Adler 2 Liter ist ein Pkw-Modell, das die Adlerwerke 1938 herausbrachten. Er entsprach in seiner Konstruktion dem Modell Trumpf 1,7 EV, hatte jedoch einen stärkeren Motor. Bis zur Produktionseinstellung 1940 wurden 7470 Fahrzeuge gebaut.

Adler 2 Liter
Produktionszeitraum: - 1938-1940
Klasse: - Mittelklasse
Karosserieversionen: - Limousine, Cabriolet
Motoren: - Ottomotoren:
1,9 Liter (33 kW)
Länge: - 4540 mm
Breite: - 1600 mm
Höhe: - 1580 mm
Radstand: - 2920 mm
Leergewicht: - 1100-1140 kg

Technische Daten
Typ - 2 Liter EV
Bauzeitraum - 1938-1940
Aufbauten - L4, Cb2
Motor - 4 Zyl. Reihe 4 Takt
Ventile - stehend (sv)
Bohrung × Hub - 80 mm × 95 mm
Hubraum - 1910 cm³
Leistung (PS) - 45
Leistung (kW) - 33
Verbrauch - 13 l / 100 km
Höchstgeschwindigkeit - 110 km/h
Leergewicht - 1100-1140 kg
Zul. Gesamtgewicht - 1420-1460 kg
Elektrik - 6 Volt
Länge - 4540 mm
Breite - 1600 mm
Höhe - 1580 mm
Radstand - 2920 mm
Spur vorne / hinten - 1300 mm / 1300 mm
Wendekreis - 12,3 m

L4 = 4-türige Limousine
Cb2 = 2-türiges Cabriolet

Adler 2,5 Liter

Der Adler 2,5 Liter ist ein Pkw der oberen Mittelklasse, den die Adlerwerke 1937 als „Typ 10“ herausbrachten. Er war als Nachfolger des Modells Diplomat gedacht. Die stromlinienförmige Karosserie war ein Werk des Chefkonstrukteurs Karl Jenschke (1899-1969), der bis November 1935 leitender Ingenieur bei der Steyr-Daimler-Puch AG war. Dort hatte er zuletzt den Kleinwagen Typ 50 („Steyr-Baby“) entworfen, dem der Adler 2,5 sehr ähnelte. Wegen der Stromlinienform und der etwa im gleichen Zeitraum in großem Umfang fertiggestellten neuen Autobahnen wurde der Wagen volkstümlich auch als Autobahnadler oder Adler-Autobahnwagen bezeichnet.
Die viertürigen Limousinen mit Schiebedach karossierte Ambi-Budd, die zwei- und viersitzigen Cabriolets stammten von Karmann.
1938 erschien eine zweitürige Sportlimousine als Adler 2,5 Liter Sport. Ihr Motor war höher verdichtet (1 : 7,25 anstatt 1 : 6,25) und hatte statt der beiden Solex-Fallstromvergaser drei Flachstrom-Registervergaser. Dadurch stieg die Motorleistung auf 80 PS (59 kW). Die elegante Karosserie mit abgedeckten Hinterrädern lieferten Buhne in Berlin oder Gläser in Dresden.

Adler 2,5 Liter
Produktionszeitraum: - 1937-1940
Klasse: - Obere Mittelklasse
Karosserieversionen: - Limousine, Cabriolet
Motoren: Ottomotoren - 2,5 Liter (42,6-59 kW)
Länge: - 4635-4680 mm
Breite: - 1740 mm
Höhe: - 1500-1650 mm
Radstand: - 2800 mm
Leergewicht: - 1250-1400 kg

Motor und Getriebe
Der Adler 2,5 Liter hatte einen längs eingebauten wassergekühlten Sechszylinder-Viertakt-Reihenmotor mit einem Hubraum von 2494 cm³, vierfach gelagerter Kurbelwelle und Druckumlaufschmierung. Die stehenden Ventile steuerte eine seitliche, von Stirnrädern angetriebene Nockenwelle. Kühler, Motor und das Getriebe lagen weit vorn. Die Kraft wurde über eine Kardanwelle an die Hinterräder übertragen.
Das Vierganggetriebe war in den Gängen zwei bis vier synchronisiert. Geschaltet wurde mit einem Griff am Armaturenbrett (sogenannte Revolverschaltung).
Rahmen und Fahrwerk
Tragendes Element des Wagens war ein mit einer Bodenplattform verschweißter Kastenrahmen, dessen Längsträger bogenförmig um den Fahrzeugboden geführt waren, um einen geräumigen Innenraum zu erzielen („Fischbauchrahmen“). Die Vorderräder waren an Querlenkern und Viertelelliptikfedern aufgehängt, die Hinterräder an einer Pendelachse mit Zugstreben und Querblattfeder. Das Differenzial war mit dem Rahmen verschraubt. Alle vier Räder hatten hydraulische Stoßdämpfer und hydraulisch betätigte Trommelbremsen. Die Lenkung war eine ZF-Rosslenkung.
Karosserie
Die mit dem Rahmen verschweißte viertürige Ganzstahlkarosserie mit Fließheck und einem Luftwiderstandsbeiwert von 0,36 galt zu ihrer Zeit als sehr strömungsgünstig. Sie hatte in der Grundausstattung vier Türen, die an der B-Säule angeschlagen waren, und ein großes Stahlschiebedach, das fast über die gesamte Breite des Dachs und von der Frontscheibe bis über das zweite Drittel der hinteren Türen reichte. 1939 wurde dieses große Schiebedach jedoch verkleinert, um es leichtgängiger zu machen. Von Anfang an erwiesen sich die neben dem Kühlergrill dicht beieinander liegenden Scheinwerfer als wenig zweckmäßig und waren deshalb durch sogenannte „Breitstrahler“ an den Kotflügeln ergänzt, von denen allerdings ab 1938 nur noch einer zulässig war.
Zu den Verbesserungen der Karosserie von 1939 gehörten unter anderem der von außen zugängliche Kofferraum mit einer bis unter das Heckfenster reichenden Klappe statt der nur kleinen Öffnung für das Reserverad. Außerdem erhielten die hinteren Radausschnitte Abdeckungen. Darüber hinaus wurde das Armaturenbrett mit Tachometer, Benzinuhr, Temperatur- und Öldruckanzeige sowie Zeituhr übersichtlicher gestaltet.
Produktionszeitraum
Der Adler 2,5 Liter wurde im Frühjahr 1937 auf der 27. Internationalen Automobil- und Motorradausstellung (IAMA) in Berlin vorgestellt. Die ersten Fahrzeuge wurden jedoch erst im November zu einem Preis von 5750 Reichsmark ausgeliefert. Bis 1940 entstanden insgesamt 5295 Autobahnadler. Eine 4-türige Limousine aus dem Jahr 1938 befindet sich im Automobilmuseum Aspang in Aspang-Markt in Niederösterreich.

Technische Daten
Typ - 2,5 Liter / 2,5 Liter Sport
Bauzeitraum - 1937-1940 / 1938-1939
Aufbauten - L4, Cb2 / L2
Motor - 6 Zyl. Reihe 4-Takt
Ventile - stehend (sv)
Bohrung × Hub - 71 mm × 105 mm
Hubraum - 2494 cm³
Leistung (PS) - 58 bei 3800/min / 80 bei 4200/min
Leistung (kW) - 42,6 / 59
Verbrauch - 13,5 l/100 km / 15 l/100 km
Höchstgeschwindigkeit - 125 km/h / 150 km/h
Leergewicht - 1310-1400 kg / 1250 kg
Zul. Gesamtgewicht - 1780-1870 kg / 1650 kg
Elektrik - 12 Volt
Länge - 4635 mm / 4680 mm
Breite - 1740 mm
Höhe - 1650 mm / 1500 mm
Radstand - 2800 mm
Spur vorne/hinten - 1400 mm/1400 mm
Wendekreis - 12,0 m

L2 = 2-türige Limousine
L4 = 4-türige Limousine
Cb2 = 2-türiges Cabriolet

Adler Diplomat

Der Adler Diplomat ist ein PKW-Modell, das die Automobilfirma Adler 1934 als Nachfolger der Modelle Standard 6 und Standard 8 herausbrachte. Man entschied sich für die Namensänderung, da der Begriff „Standard“ damals schon an ein einfaches, rückständiges Automobil erinnerte, was natürlich als nicht sehr verkaufsfördernd erachtet wurde. Im Unterschied zum Vorgänger hatte der Diplomat einen Niederrahmen (Tiefbettrahmen).
1935 wurden die Lang- und Kurzversion des Wagens überarbeitet; die Formen des Kühlergrills und der Kotflügel ähnelten nun den kleineren Modellen Primus und Trumpf. Bis 1938 wurden von beiden Versionen 3205 Exemplare hergestellt.

Adler Diplomat
Produktionszeitraum: 1934-1938
Klasse: Oberklasse
Karosserieversionen: Limousine / Pullman-Limousine + Cabriolet
Motoren: Ottomotoren: 2,9 Liter (44-48 kW)
Länge: 4750-5050 mm
Breite: 1740 mm
Höhe: 1650 mm
Radstand: 3200-3350 mm
Leergewicht: 1480-1710 kg
Vorgängermodell - Adler Standard 6 / Adler Standard 8

Technische Daten
Diplomat Typ - 3G - 3GS - 3G (Ü) - 3GS (Ü)
Bauzeitraum - 1934-1935 - 1934-1935 - 1935-1938 - 1935-1938
Aufbauten - L4, Cb2 - PL4 - L4, Cb2 - PL4
Motor - 6-Zylinder-Reihenmotor, 4-Takt-Ottoprinzip
Ventile - stehend (sv)
Bohrung × Hub - 75 mm × 110 mm
Hubraum - 2916 cm³
Leistung (PS) - 60 - 60 - 60-65 - 60-65
Leistung (kW) - 44 - 44 - 44-48 - 44-48
Verbrauch pro 100 km - 17 Liter - 18 Liter - 17 Liter - 18 Liter
Höchstgeschwindigkeit - 105 km/h - 100 km/h - 105 km/h - 100 km/h
Leergewicht - 1480 kg - 1500 kg - 1665 kg - 1710 kg
Zul. Gesamtgewicht - 1800 kg - 1970 kg - 2210 kg - 2430 kg
Bordspannung - 6 Volt
Länge - 4750 mm - 4900 mm - 4900 mm - 5050 mm
Breite - 1740 mm
Höhe - 1650 mm
Radstand - 3200 mm - 3350 mm - 3200 mm - 3350 mm
Spur vorne / hinten - 1420 mm / 1420 mm
Wendekreis - 12,0 m - 12,4 m - 12,0 m - 12,4 m
L4 = 4-türige Limousine
PL4 = 4-türige Pullman-Limousine
Cb2 = 2-türiges Cabriolet

Adler Diplomat Cabriolet von Papler (1935)

Adler Diplomat 3 GS mit Holzgasgenerator (1941)

Adler Favorit

Der Adler Favorit ist ein PKW-Modell, das die Adlerwerke im November 1928 herausbrachten. Aufbau und Motor folgten dem gleichen Muster wie beim ein Jahr früher erschienenen Sechszylinder-Modell Standard 6A. Der Wagen mit Hinterradantrieb, der nach den deutschen Steuer-PS auch als Adler 8/35 PS (Modelle 8J, 2S und 2A) bezeichnet wurde, hatte allerdings nur einen Vierzylindermotor. Dieses erste Modell wurde bis 1933 13.959-mal verkauft.
Vom wesentlich verbesserten Nachfolgemodell 2U mit Tiefbettkastenrahmen, Einzelradaufhängung vorne und Vierganggetriebe wurden bis 1934 nur 274 Fahrzeuge gebaut.

Adler Favorit
Produktionszeitraum: 1928-1934
Klasse: Mittelklasse
Karosserieversionen: Roadster, Cabriolet, Cabriolimousine, Limousine, Tourenwagen, Kübelwagen, Kombi, Kastenwagen, Pullman-Limousine, Landaulet
Motoren: Ottomotoren: 1,95 Liter (25,7-29 kW)
Länge: 4270-4750 mm
Breite: 1650-1740 mm
Höhe: 1650-1800 mm
Radstand: 2840-3200 mm
Leergewicht: 1260-1360 kg
Vorgängermodell - Adler Standard 6

Technische Daten
Typ - Favorit 8J, 2S, 2A - Favorit 2U
Bauzeitraum - 1928-1933 - 1933-1934
Motor - 4-Zylinder-Reihenmotor, 4-Takt-Ottoprinzip
Ventile - stehend (sv)
Bohrung × Hub - 75 mm × 110 mm
Hubraum - 1943 cm³
Leistung (PS) - 35 - 40
Leistung (kW) - 25,7 - 29
Verbrauch - 13 l/100 km
Höchstgeschwindigkeit - 80 km/h - 90 km/h
Leergewicht - 1260-1340 kg - 1360 kg
Zul. Gesamtgewicht - 1660-1740 kg - 1760 kg
Bordspannung - 6 Volt
Länge - 4270 mm - 4750 mm
Breite - 1650 mm - 1740 mm
Höhe - 1800 mm - 1650 mm
Radstand - 2840 mm - 3200 mm
Spur vorne/hinten - 1350 mm/1350 mm - 1420 mm/1420 mm
Wendekreis - 11-11,4 m - 12,0 m

Aufbauten
2-türiges Cabrio
2-türiger Roadster
2-türiger Kastenwagen
4-türige Limousine
4-türige Cabrio-Limousine (mit Rolldach)
4-türiges Cabrio
4-sitziger Tourer (offen)
4-sitziger Reichswehr-Kübelwagen
5-türiger Kombi (Limousine mit Hecktür)
6-sitzige Limousine mit Trennscheibe
6-sitziges Landaulet (mit Cabrioverdeck über den Hecksitzen)
6-sitziges Taxi (geschlossen mit Trennscheibe)
6-sitziges Taxi-Landaulet
Zusätzlich existierten verschiedene individuelle Sonderbauten, das Chassis war außerdem ohne Aufbau lieferbar...

Adler Primus

Der Adler Primus, ein PKW mit Hinterradantrieb der Adlerwerke in Frankfurt am Main, kam 1932 auf den Markt. Er war das Schwestermodell des frontgetriebenen Trumpf, für den dieselben wassergekühlten Vierzylinder-Reihenmotoren mit 1,5 bzw. 1,65 Litern Hubraum verwendet wurden. Für die klassische Konstruktion zeichnete Otto Göckeritz verantwortlich.
Bis 1936 konnten 6713 Primus A (1,5/1,65 l) verkauft werden. Der 1937 vorgestellte Primus E mit 1,65-Liter-Motor wurde 990 mal gebaut.

Adler Primus
Produktionszeitraum: 1932-1936
Klasse: Untere Mittelklasse
Karosserieversionen: Limousine, Cabriolet
Motoren: Ottomotoren: 1,5-1,65 Liter (23,5-28 kW)
Länge: 4000-4225 mm
Breite: 1500-1560 mm
Höhe: 1600 mm
Radstand: 2700 mm
Leergewicht: 990-1030 kg

Technische Daten
Typ . 1,5 Liter A . 1,65 Liter A . 1,65 Liter E
Bauzeitraum . 1932-1934 . 1933-1936 . 1937-1938
Aufbauten . L2, Cb2 . L2, L4, Cb2 . L2
Motor . 4 Zyl. Reihe 4 Takt . 4 Zyl. Reihe 4 Takt . 4 Zyl. Reihe 4 Takt
Ventile . stehend (sv) . stehend (sv) . stehend (sv)
Bohrung × Hub . 71 mm × 95 mm . 74,25 mm × 95 mm . 74,25 mm × 95 mm
Hubraum . 1504 cm3 . 1645 cm3 . 1645 cm3
Leistung (PS) . 32-33 . 38 . 38
Leistung (kW) . 23,5-24,2 . 28 . 28
Verbrauch . 10 l / 100 km . 11 l / 100 km . 11 l / 100 km
Höchstgeschwindigkeit . 90 km/h . 95 km/h . 100 km/h
Leergewicht . 990-1030 kg . 990-1030 kg . 1030 kg
Zul. Gesamtgewicht . 1340-1380 kg . 1350-1390 kg . 1380 kg
Elektrik . 6 Volt . 6 Volt . 6 Volt
Länge . 4000 mm . 4000 mm . 4225 mm
Breite . 1500 mm . 1500 mm . 1560 mm
Höhe . 1600 mm . 1600 mm . 1600 mm
Radstand . 2700 mm . 2700 mm . 2700 mm
Spur vorne / hinten . 1250 mm / 1250 mm . 1250 mm / 1250 mm . 1250 mm / 1250 mm
Wendekreis . 11,8 m . 11,8 m . 12,0 m

L2 = 2-türige Limousine
L4 = 4-türige Limousine
Cb2 = 2-türiges Cabriolet

Adler Standard 6

Der Adler Standard 6 ist ein Personenkraftwagen mit Sechszylinder-Reihenmotor und Hinterradantrieb der Adlerwerke in Frankfurt am Main. Als erster deutscher Pkw hatte das 1926 vorgestellte Fahrzeug eine von ATE in Lizenz gebaute hydraulische Lockheed-Bremsanlage. Der nach den deutschen Steuer-PS auch als Adler 10/45 PS bezeichnete Wagen mit einer Karosserie von Ambi-Budd (Berlin-Johannisthal) war in wesentlichen Teilen eine Kopie der zeitgenössischen Chrysler-Modelle. Die klassische Hochbettrahmen-Konstruktion mit Starrachsen vorn und hinten wurde anfangs mit zwei unterschiedlichen Radständen angeboten. 13.959 Fahrzeuge des ersten Typs 10N wurden bis 1930 verkauft.
Bereits 1928 erschienen die Modelle Standard 6A und Standard 6S mit stärkeren Motoren. Der 6A (Typ 12N) hatte den kurzen Radstand, der 6S (Typ 12NS) den langen. Vom 6A wurden bis 1933 10681 Fahrzeuge gebaut, vom 6S bis 1934 4135 Stück.
1933 erschien der verbesserte Nachfolgetyp 3U, der - wie der kleinere Favorit 2U - einen Niederrahmen mit vorderer Einzelradaufhängung und ein Vierganggetriebe besaß. Dieses Modell wurde bis 1934 noch 400 mal gebaut.
Von 1927 bis 1929 umrundete Clärenore Stinnes mit einem Adler Standard 6 die Welt. Dies war die erste Weltumrundung mit einem Auto.

Adler Standard 6
Produktionszeitraum: 1926-1934
Klasse: Obere Mittelklasse
Karosserieversionen: Tourenwagen, Limousine, Cabriolet
Motoren: Ottomotoren: 2,55-2,9 Liter (33-44 kW)
Länge: 4270-4750 mm
Breite: 1650-1740 mm
Höhe: 1650-1825 mm
Radstand: 2840-3200 mm
Leergewicht: 1190-1430 kg
Nachfolgemodell - Adler Diplomat und Adler Favorit

Technische Daten
Typ - Standard 6 (10N) - Standard 6A (12N) - Standard 6S (12NS) - Standard 6 (3U)
Bauzeitraum - 1927-1930 - 1928-1933 - 1928-1934 - 1933-1934
Aufbauten - T4, L4, Cb2 - L4 - L4, Cb2 - L4, Cb2
Motor - 6-Zylinder-Reihenmotor, 4-Takt-Ottoprinzip
Ventile - stehend (sv)
Bohrung × Hub - 70 mm × 110 mm - 75 mm × 110 mm - 75 mm × 110 mm - 75 mm × 110 mm
Hubraum - 2540 cm³ - 2916 cm³ - 2916 cm³ - 2916 cm³
Leistung (PS) - 45 - 50 - 50 - 60
Leistung (kW) - 33 - 37 - 37 - 44
Verbrauch pro 100 km - 15-16 Liter - 16 Liter - 17 Liter - 16 Liter
Höchstgeschwindigkeit - 85-90 km/h - 90 km/h - 85 km/h - 100 km/h
Leergewicht - 1190-1390 kg - 1200-1300 kg - 1300-1430 kg - 1390 kg
Zul. Gesamtgewicht - 1590-1940 kg - 1600-1700 kg - 1850-1980 kg - 1790 kg
Bordspannung - 6 Volt
Länge - 4270-4500 mm - 4270 mm - 4570 mm - 4750 mm
Breite - 1650 mm - 1650 mm - 1650 mm - 1740 mm
Höhe - 1825 mm - 1825 mm - 1825 mm - 1650 mm
Radstand - 2840-3140 mm - 2840 mm - 3140 mm - 3200 mm
Spur vorne / hinten - 1350 mm / 1350 mm - 1350 mm / 1350 mm - 1350 mm / 1350 mm - 1420 mm / 1420 mm
Wendekreis -  -  -  - 12,0 m
T4 = 4-türiger Tourenwagen
L4 = 4-türige Limousine
Cb2 = 2-türiges Cabriolet

Adler Standard 6S Limousine (1928)

Adler Standard 8

Der Adler Standard 8 ist ein PKW-Modell, das die Automobilfirma Adler 1928 herausbrachte. Die klassische Konstruktion mit Starrachsen und Hochbettrahmen entsprach im Wesentlichen der des ein Jahr früher erschienen Modells Standard 6. Der Wagen mit Hinterradantrieb, der auch als 15/70 PS bezeichnet wurde, hatte einen Motor mit 8 Zylindern.
1931 erschien der Standard 8 mit stärkerem Motor (15/80 PS). Von beiden Modellen wurden bis 1933 zusammen 1720 Stück gefertigt.
1933 wurde das verbesserte Nachfolgemodell Achtzylinder auf den Markt gebracht, das - wie die kleineren Modelle Favorit 2U und Standard 6 3U - einen Niederrahmen mit vorderer Einzelradaufhängung und ein Vierganggetriebe besaß. Dieses Modell wurde bis 1934 gebaut.

Adler Standard 8
Produktionszeitraum: 1928-1934
Klasse: Obere Mittelklasse
Karosserieversionen: Tourenwagen, Limousine, Pullman-Limousine, Cabriolet
Motoren: Ottomotoren: 3,9 Liter (51-59 kW)
Länge: 4750-4900 mm
Breite: 1770-1860 mm
Höhe: 1800-1880 mm
Radstand: 3325-3475 mm
Leergewicht: 1520-1800 kg
Nachfolgemodell - Adler Diplomat

Technische Daten
Typ - Standard 8 (15/70 PS) - Standard 8 (15/80 PS) - Achtzylinder
Bauzeitraum - 1928-1930 - 1931-1933 - 1933-1934
Aufbauten - T4, L4, Cb2 - L4, Cb2 - L4, PL4, Cb2
Motor - 8-Zylinder-Reihenmotor, 4-Takt-Ottoprinzip
Ventile - stehend (sv)
Bohrung × Hub - 75 mm × 110 mm
Hubraum - 3887 cm3
Leistung (PS) - 70 - 80 - 80
Leistung (kW) - 51 - 59 - 59
Verbrauch pro 100 km - 19 Liter - 20 Liter - 20 Liter
Höchstgeschwindigkeit - 100 km/h - 105 km/h - 105 km/h
Leergewicht - 1520-1650 kg - 1650-1800 kg - 1800 kg
Zul. Gesamtgewicht - 2070-2200 kg - 2250-2400 kg - 2400 kg
Bordspannung - 6 Volt
Länge - 4750 mm - 4750 mm - 4750-4900 mm
Breite - 1770 mm - 1770 mm - 1770-1860 mm
Höhe - 1880 mm - 1880 mm - 1800-1880 mm
Radstand - 3325 mm - 3325 mm - 3325-3475 mm
Spur vorne / hinten - 1440 mm / 1440 mm
Wendekreis - 12,8 m

T4 = 4-türiger Tourenwagen
L4 = 4-türige Limousine
PL4 = 4-türige Pullman-Limousine
Cb2 = 2-türiges Cabriolet

Adler Trumpf

Der Adler Trumpf ist ein PKW-Modell, das die Frankfurter Adlerwerke vorm. H. Kleyer ab 1932 anboten. Es hatte die gleichen Motoren (1,5 Liter bzw. 1,65 Liter Hubraum) wie das Schwestermodell Primus, jedoch im Unterschied zu diesem Frontantrieb. Die moderne Konstruktion stammte von Hans Gustav Röhr. Bis 1936 wurden von den ersten Ausführungen 18.600 Fahrzeuge verkauft.
Vom Nachfolgemodell 1,7 Liter EV, das nur mit dem 1,65-Liter-Motor erschien, wurden 7003 Fahrzeuge bis 1938 gebaut. Als Besonderheit galt das Ausgleichsgetriebe in einem Block mit einem geräuscharmen dritten Gang. Nachfolgemodell war ab 1938 der Adler 2 Liter.

Adler Trumpf
Produktionszeitraum: 1932-1938
Klasse: Untere Mittelklasse, Mittelklasse
Karosserieversionen: Limousine, Cabriolet, Roadster
Motoren: Ottomotoren: 1,5-1,65 Liter (23,5-34,5 kW)
Länge: 4150-4540 mm
Breite: 1600 mm
Höhe: 1550-1580 mm
Radstand: 2825-2920 mm
Leergewicht: 950-1140 kg
Nachfolgemodell - Adler 2 Liter

Technische Daten
Typ - 1,5 Liter AV - Sport - 1,7 Liter AV - 1,7 Liter EV
Bauzeitraum - 1932-1934 - 1933-1935 - 1933-1936 - 1936-1938
Aufbauten - L2, L4, Cb2 - R2 - L2, L4, Cb2 - L4, Cb2
Motor - 4 Zyl. Reihe 4 Takt - 4 Zyl. Reihe 4 Takt - 4 Zyl. Reihe 4 Takt - 4 Zyl. Reihe 4 Takt
Ventile - stehend (sv) - stehend (sv) - stehend (sv) - stehend (sv)
Bohrung × Hub - 71 mm × 95 mm - 74,25 mm × 95 mm - 74,25 mm × 95 mm - 74,25 mm × 95 mm
Hubraum - 1504 cm³ - 1645 cm³ - 1645 cm³ - 1645 cm³
Leistung (PS) - 32-33 - 47 - 38 - 38
Leistung (kW) - 23,5-24,2 - 34,5 - 28 - 28
Verbrauch - 10 l / 100 km - 15 l / 100 km - 11 l / 100 km - 12 l / 100 km
Höchstgeschwindigkeit - 95 km/h - 115 km/h - 100 km/h - 102 km/h
Leergewicht - 950-990 kg - 950 kg - 950-990 kg - 1100-1140 kg
Zul. Gesamtgewicht - 1300-1340 kg - 1200 kg - 1300-1340 kg - 1420-1460 kg
Elektrik - 6 Volt - 6 Volt - 6 Volt - 6 Volt
Länge - 4150 mm - 4150 mm - 4150 mm - 4540 mm
Breite - 1600 mm - 1600 mm - 1600 mm - 1600 mm
Höhe - 1580 mm - 1550 mm - 1580 mm - 1580 mm
Radstand - 2825 mm - 2825 mm - 2825 mm - 2920 mm
Spur vorne / hinten - 1250 mm / 1250 mm - 1250 mm / 1250 mm - 1250 mm / 1250 mm - 1300 mm / 1300 mm
Wendekreis - 11,6 m - 11,6 m - 11,6 m - 12,3 m

L2 = 2-türige Limousine
L4 = 4-türige Limousine
Cb2 = 2-türiges Cabriolet
R2 = 2-türiger Roadster

Adler Trumpf 1,7 Liter AV Cabriolet (1935)

Adler Trumpf 1.7 Liter EV Karmann (1937)

Adler Trumpf Sport (1937)

Adler Trumpf Junior

Der Adler Trumpf Junior ist ein Kleinwagen, den die Adlerwerke seit 1934 in Serienfertigung produzierte. Der Wagen hatte Frontantrieb wie das größere Modell, der Adler Trumpf, jedoch einen Motor mit nur knapp 1 Liter Hubraum. Die moderne Konstruktion zeichnete Hans Gustav Röhr. Das Modell 1G wurde bis 1935 24.013 mal verkauft.
Vom verbesserten Nachfolgemodell 1E wurden von 1936 bis 1941 78.827 Fahrzeuge gebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg sollte dieser Wagen in abermals verbesserter Form den Adlerwerken zum Neustart im Pkw-Bau verhelfen. Nachdem 1948 zwei Prototypen mit Karosserien von Wendler und Karmann entstanden waren, entschied sich die Geschäftsleitung, künftig nur noch Motorräder herzustellen. Die Prototypen wurden verschrottet.
Der erste Adler Trumpf Junior 1934 war eine von Karmann karossierte Cabriolimousine. Die Karosserie bestand aus einem Holzgerippe mit kunstlederbespanntem Sperrholzmantel. 1935 folgte eine Halbstahlausführung und 1936 eine Ganzstahlkarosserie. Die Kotflügel waren angeschraubt. Als Besonderheit des Wagens galt die Einzelradaufhängung, vorn an zwei übereinander angeordneten Querblattfedern, hinten an geschobenen Längsschwingarmen mit Drehstabfederung. Weniger fortschrittlich als die Radaufhängung waren die Seilzugbremsen und der Motor mit stehenden Ventilen.
Beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans belegten der Koblenzer Automobilhändler Otto Löhr und Paul von Guilleaume mit einer Adler-Trumpf-Rennlimousine 1937 Platz 9 und 1938 Platz 7 im Gesamtklassement sowie Platz 1 in der Klasse bis 1500 cm³. 1938 fuhren sie 205 Runden bzw. 2765.030 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 115,210 km/h.

Adler Trumpf Junior
Produktionszeitraum: 1934-1941
Klasse: Kleinwagen
Karosserieversionen: Limousine, Cabriolimousine, Cabriolet, Roadster
Motoren: Ottomotoren: 1,0 Liter (18,4-20,6 kW)
Länge: 3860-4250 mm
Breite: 1450-1520 mm
Höhe: 1360-1520 mm
Radstand: 2630 mm
Leergewicht: 750-820 kg

Technische Daten
Typ - 1G - Sport - 1E
Bauzeitraum - 1934-1935 - 1935-1937 - 1936-1941
Aufbauten - L2, Cbl2, Cb2 - R2 - L2, L4, Cbl2, Cbl4, Cb2
Motor - 4 Zyl. Reihe 4 Takt - 4 Zyl. Reihe 4 Takt - 4 Zyl. Reihe 4 Takt
Ventile - stehend (sv) - stehend (sv) - stehend (sv)
Bohrung × Hub - 65 mm × 75 mm - 65 mm × 75 mm - 65 mm × 75 mm
Hubraum - 995 cm³ - 995 cm³ - 995 cm³
Leistung (PS) - 25 - 28 - 25
Leistung (kW) - 18,4 - 20,6 - 18,4
Verbrauch - 9 l / 100 km - 9,5 l / 100 km - 9 l / 100 km
Höchstgeschwindigkeit - 90 km/h - 110 km/h - 88 km/h
Leergewicht - 780 kg - 750 kg - 820 kg
Zul. Gesamtgewicht - 1130 kg - 1000 kg - 1140 kg
Elektrik - 6 Volt - 6 Volt - 6 Volt
Länge - 3860 mm - 4250 mm - 4250 mm
Breite - 1450 mm - 1520 mm - 1470 mm
Höhe - 1460 mm - 1360 mm - 1520 mm
Radstand - 2630 mm - 2630 mm - 2630 mm
Spur vorne / hinten - 1210 mm / 1210 mm - 1210 mm / 1210 mm - 1210 mm / 1210 mm
Wendekreis - 11,7 m - 11,7 m - 11,7 m

L2 = 2-türige Limousine
L4 = 4-türige Limousine
Cb2 = 2-türiges Cabriolet
Cbl2 = 2-türige Cabriolimousine
Cbl4 = 4-türige Cabriolimousine
R2 = 2-türiger Roadster

Adler Trumpf Junior 1E Cbl2 Exportmodell Karosserie Ambi Budd (1939)

Adler Trumpf Junior 1E Cbl2 Exportmodell Karosserie Ambi Budd (1939)

Adler Trumpf Junior 1E Limousine (1936)

Adler Trumpf Junior Sport (1935)

Adler Trumpf Junior Sport (1936)

Категория: AutoDeutschland | Просмотров: 95 | Добавил: Купчинский | Рейтинг: 0.0/0
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