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Alfa Romeo - PrototypeS 4

Alfa Romeo 179

Alfa Romeo 179
Alfa Romeo 179 (1980)
Konstrukteur: . Alfa Romeo
Designer: . Carlo Chiti
Vorgänger: . Alfa Romeo 177
Nachfolger: . Alfa Romeo 179C
Technische Spezifikationen
Chassis: . Monocoque
Motor: . Alfa Romeo 1260 V12
Radstand: . 2740 mm
Gewicht: . 595 kg
Reifen: . Goodyear
Benzin: . Agip
Statistik
Fahrer: . Bruno Giacomelli / Vittorio Brambilla / Patrick Depailler / Andrea de Cesaris
Erster Start: . Großer Preis von Italien 1979
Letzter Start: . Großer Preis der USA Ost 1980
Starts . Siege . Poles . SR
29 . — . — . —
WM-Punkte: . 4
Podestplätze: . —
Führungsrunden: . —
Stand: Saisonende 1980

Der Alfa Romeo 179 ist ein Formel-1-Rennwagen, der vom italienischen Automobilhersteller Alfa Romeo in seiner ursprünglichen Form 1979 und 1980 eingesetzt wurde. Auf seiner Basis entstanden die Nachfolgemodelle 179B, 179C und 179D, die bis 1982 an den Start gingen. Sondervarianten sind die Versuchsfahrzeuge 179F und 179T.
Entstehungsgeschichte
Der Mailänder Automobilhersteller Alfa Romeo unterhielt vor und unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg ein erfolgreiches Motorsportteam, das mit Giuseppe Farina (1950) und Juan Manuel Fangio (1951) die ersten Formel-1-Weltmeister stellte. Mit der Umstrukturierung des Unternehmens von einem Luxus- zu einem Großserienhersteller zu Beginn der 1950er-Jahre war auch Alfa Romeos Rückzug aus dem Grand-Prix-Sport verbunden. Nach einigen kurzlebigen Versuchen mit McLaren (1970) und March (1971) kehrte die seinerzeit noch zum Staatskonzern IRI gehörende Traditionsmarke mit Beginn der Saison 1976 wieder dauerhaft in die Formel 1 zurück. Anfänglich belieferte das Unternehmen nur das britische Team Brabham mit Motoren; ab 1979 ging es darüber hinaus auch mit einem eigenen Chassis und einem Werksteam an den Start. Den Bau der Motoren und des Chassis sowie die Organisation des Werksteams übernahm das für Motorsport zuständige Tochterunternehmen Autodelta, das von Carlo Chiti geleitet wurde.
Das Werksteam debütierte beim Großen Preis von Belgien 1979 mit dem Alfa Romeo 177, der 1977 entstanden und bei seinem ersten Rennen bereits veraltet war. Im Herbst 1979 debütierte beim Heimrennen in Italien der neu konstruierte Alfa Romeo 179, der bis 1980 im Einsatz blieb und in den folgenden Jahren zum 179C und 179D weiterentwickelt wurde. Die Modellgeschichte der weit verzweigten 179-Familie ist insgesamt unübersichtlich und wird in der Motorsportliteratur nicht einheitlich beschrieben.
Modellbeschreibung
Der Alfa Romeo 179 war ein komplexes, schweres Auto. Alfa Romeo gab das Gewicht des 179 mit 595 kg an, 5 kg mehr als das vom Reglement geforderte Mindestgewicht. Tatsächlich dürfte das Gewicht jedenfalls der ersten Fahrgestelle um mehrere dutzend Kilogramm höher gewesen sein.
Chassis
Das Chassis des 179 gilt als Weiterentwicklung des 177; von ihm übernahm das neue Modell zahlreiche Teile. Der Alfa Romeo 179 hat ein Monocoque aus Aluminiumblechen. Vorn und hinten gibt es jeweils eine Doppelquerlenkerachse mit Umlenkhebeln; die Stoßdämpfer sind innenliegend angeordnet.
Motor
Ein wesentlicher Unterschied zum 177 ist die Motorisierung. Während der 177 noch den älteren, auf das Jahr 1976 zurückgehenden Zwölfzylinder-Saugmotor mit einem Bankwinkel von 180 Grad (Tipo 115-12) hatte, kam im 179 der neu entwickelte Tipo 1260 V12 zum Einsatz, der zu Beginn der Saison 1979 als Kundenmotor bei Brabham im BT48 debütiert hatte. Der wiederum von Carlo Chiti konstruierte Tipo 1260 V12 hat einen Zylinderbankwinkel von 60 Grad und ist damit wesentlich schmaler als der ältere Tipo 115-12. Der Hubraum des Tipo 1260 V12 beträgt 2991 cm³ (Bohrung × Hub: 78,5 mm × 51,5 mm). Er ist mit einer mechanischen Benzineinspritzung ausgerüstet, die die Alfa-Romeo-Tochter Spica entwickelt hatte; die Fahrzeugelektrik kam von Magneti Marelli. Die Leistung des Motors wurde auf etwa 520 PS geschätzt, die bei 12.000 Umdrehungen pro Minute anfielen; andere Quellen geben 525 PS bei 12.300 Umdrehungen pro Minute an. Damit war er der stärkste Saugmotor im Starterfeld - der Cosworth DFV war etwa 30 PS schwächer -, aber der Alfa-Motor galt als komplex, schwer, verbrauchsintensiv und defektanfällig. Die Kraftübertragung übernahm ein handgeschaltetes Getriebe von Alfa Romeo.
Aerodynamik
Der Alfa Romeo 179 gilt als aerodynamisch effizient. Sein aerodynamisches Konzept wurde unter der Leitung von Robert Choulet bei der von Charles Deutsch gegründeten Société d'Études et de Réalisations Automobiles (SERA-CD) in Paris entwickelt, die im Winter 1978/79 den erfolgreichen Ligier JS11 entworfen hatte. Der Alfa Romeo 179 ist - wie alle zeitgenössischen Rennwagen - als Wing Car gestaltet. Flügelprofile in den Seitenkästen lassen einen Ansaugeffekt entstehen. Alfa Romeos 1260-V12-Motor ragte - anders als der breit bauende Vorgängermotor Tipo 115-12 - nicht in die Seitenkästen hinein und ermöglichte so eine Optimierung des Bodeneffekts. Die Seitenkästen hatten bewegliche Schürzen, die bis auf die Fahrbahn reichten; auf diese Weise war der Unterboden weitgehend abgedichtet. Auch dies erhöhte die Ansaugwirkung. Derartige Schürzen war allerdings nur bis 1980 erlaubt. Eine Regeländerung führte ab 1981 zu ihrer Unzulässigkeit.
Modifikationen
Die Grundkonstruktion des Alfa Romeo 179 wurde im Laufe der Jahre 1979 und 1980 vielfach in kleinen Schritten weiterentwickelt. Die Modifikationen waren manchmal unstrukturiert und betrafen nicht alle Chassis gleichermaßen, sondern waren üblicherweise auf einzelne Autos beschränkt. So reduzierte Alfa Romeo beim ersten der beiden 1979 aufgebauten Wagen in den ersten Monaten des Jahres 1980 das Gewicht um mehr als 30 kg; zugleich wurde die Verwindungsfestigkeit dieses Autos erhöht. Das sechste, beim Großen Preis von Großbritannien eingeführte Chassis hatte als erster Alfa Romeo einzelne Komponenten aus glasfaserverstärktem Kunststoff.
Produktion
Wie viele Exemplare des Alfa Romeo 179 in seiner ursprünglichen Fassung entstanden, ist nicht zweifelsfrei geklärt. Ein wesentliches Problem besteht darin, dass Autodelta die Identifikationsnummern für Fahrgestelle und Motoren wiederholt und scheinbar wahllos austauschte, sodass eine klare Differenzierung und eine eindeutige Zuordnung nicht immer möglich sind.
Eine Quelle hält es für plausibel, dass insgesamt sechs Fahrgestelle vom Typ 179 gebaut wurden. Danach entstanden 1979 zwei Chassis. Im Winter 1979/80 baute Alfa Romeo zwei weitere und im Frühjahr dann noch einmal zwei neue Fahrgestelle auf. Die meisten Rennen bestritt das Team mit den 1980 aufgebauten Autos; bei drei Rennen kam aber auch eines der Chassis von 179 zum Einsatz. Einige Quellen gehen davon aus, dass zwei 1980 gebaute 179-Chassis in veränderter Form als 179B auch noch 1981 an den Start gingen.
Lackierung
In seiner Debütsaison war der Alfa Romeo 179 einheitlich in Alfas traditionellem Dunkelrot lackiert. Das Auto hatte nur wenige Sponsoraufkleber. Sie kamen zumeist von Ausrüstern wie Goodyear (Reifen), Agip (Treib- und Schmierstoffe), Champion (Zündkerzen), Magneti Marelli (Fahrzeugelektrik), Scaini (Batterien) und Koni (Stoßdämpfer).
1980 änderte sich die Lackierung in eine Kombination aus Weiß und (hellerem) Rot. Hauptsponsor war nun der Tabakkonzern Philip Morris International, der mit der Zigarettenmarke Marlboro auf den Autos warb. Wegen der auf ihn zurückzuführenden Farbgebung ähnelte der Alfa Romeo optisch den vergleichbar gestalteten Wagen von McLaren.

Renngeschichte des Alfa Romeo 179

Saison 1979
Anlässlich des Großen Preises von Italien ersetzte Alfa Romeo den alten 177 durch den 179. Während das Team im bisherigen Verlauf der Saison nur ein Auto eingesetzt hatte, meldete es nun zwei. Als weiteren Fahrer neben Bruno Giacomelli hatte Alfa Romeo den zu dieser Zeit bereits 42 Jahre alten Lokalhelden Vittorio Brambilla verpflichtet. In Monza war der neue 179 noch ein Einzelstück mit Bruno Giacomelli am Steuer; Brambilla fuhr hier noch den alten 177. Giacomelli qualifizierte sich im 179 für den 18. Startplatz, wobei ihm auf die Rundenzeit des Polesetters Jean-Pierre Jabouille im Renault RS10 etwa 3,5 Sekunden fehlten; Brambilla im 177 war 0,6 Sekunden langsamer. Im Rennen fiel Giacomelli in der 28. Runde nach einem Dreher aus; Brambilla kam im 177 als Zwölfter ins Ziel. Beim folgenden Rennen in Kanada wollte Alfa Romeo beide Fahrer mit dem neuen 179 an den Start bringen. Die Organisatoren sahen Alfa Romeo als neues Team an und verlangten eine Teilnahme an einer Vorqualifikation. Daraufhin wurde die Meldung Alfa Romeos zunächst komplett abgelehnt. In einem Kompromiss einigen sich Team und Organisatoren schließlich darauf, einen der beiden Alfa Romeos zur Qualifikation zuzulassen. Das Auto ging an Brambilla, der sich für den Startplatz 18 qualifizierte. Im Rennen schied er nach einem Elektrikdefekt in der 19. Runde aus. Beim Saisonabschluss in den USA wurden die Meldungen beider 179 für Brambilla und Giacomelli akzeptiert. Im Zeittraining belegte Giacomelli erneut den 18. Rang, während Brambilla die Qualifikation knapp verpasste. Im Rennen fiel Giacomelli nach einem Dreher bereits in der ersten Runde aus.
Saison 1980
Für die Saison 1980 meldete Alfa Romeo regelmäßig zwei Autos. Neben Giacomelli, der im Team blieb, wurde der ehemalige Ligier-Pilot Patrick Depailler verpflichtet, der nach einer monatelangen verletzungsbedingten Unterbrechung in die Formel 1 zurückkehrte. Das Team erhielt zum Saisonbeginn zwei neu aufgebaute Chassis, die sich von den beiden 1979 hergestellten Fahrzeugen in einigen Details unterschieden; einige Autoren sprechen von Verbesserungen in kleinen Schritten. Die Organisation des Teams war nach wie vor in vielen Bereichen unprofessionell; so dauerte ein Reifenwechsel in Brasilien mehr als 53 Sekunden.
Der Alfa Romeo 179 war schnell, aber unzuverlässig. Wiederholt erreichten die Piloten Qualifikationszeiten, die zu Startplätzen in den ersten vier oder fünf Reihen führten: In Long Beach startete Depailler als Dritter und Giacomelli als Sechster, in Kanada ging Giacomelli als Vierter ins Rennen, und beim Saisonabschluss im US-amerikanischen Watkins Glen erzielte er mit einem Vorsprung von 0,8 Sekunden auf den Nächstplatzierten die Poleposition. Das Team konnte diese Qualifikationsergebnisse aber oft nicht umsetzen. Im Laufe der Saison gab es nur drei Zielankünfte, zwei davon auf Rang fünf (jeweils Giacomelli in Argentinien und Deutschland). In erster Linie waren die Ausfälle auf die Defizite des Autos zurückzuführen. Neben Fahrwerksproblemen, die wiederholt zu Brüchen der Radaufhängung führten, mangelte es vor allem an der Standfestigkeit des Motors.
Am 1. August 1980 verunglückte Patrick Depailler bei Testfahrten, die zwei Wochen vor dem Großen Preis von Deutschland stattfanden, auf dem Hockenheimring tödlich. Die Ursache für seinen Unfall wurde nie abschließend geklärt; es halten sich Vermutungen, dass eine gebrochene Aufhängung das Unglück auslöste. In Deutschland und eine Woche später in Österreich besetzte Alfa Romeo Depaillers Cockpit nicht neu; das Team ging hier nur mit Giacomelli an den Start.
Für die Großen Preise der Niederlande und Italiens kehrte Vittorio Brambilla zu Alfa Romeo zurück. Er bestritt hier die letzten Formel-1-Rennen seiner Karriere. Bei keinem der beiden Einsätze kam er ins Ziel: In Zandvoort schied er nach einer Kollision mit Geoff Lees (Ensign) aus, in Monza wegen eines Drehers in der vierten Runde, der auf einen Reifendefekt zurückzuführen war. Zu den beiden letzten Saisonrennen in Nordamerika ersetzte Alfa Romeo Brambilla durch Andrea de Cesaris, der bislang für Project Four in der Formel-2-Europameisterschaft gefahren war und nun in der Formel 1 debütierte. In Kanada erreichte de Cesaris den achten und beim folgenden Rennen in den USA den zehnten Startplatz, bei beiden Rennen kam er jedoch nicht ins Ziel.
Am Ende des Jahres belegte Alfa Romeo mit vier Punkten Rang elf der Konstrukteursweltmeisterschaft.

Weiterentwicklungen des Alfa Romeo 179

Alfa Romeo 179C
Für die Saison 1981 baute Alfa Romeo im Winter 1980/81 zwei neue Chassis, um den 179 an das zwischenzeitlich in Kraft getretene Verbot bodentiefer seitlicher Schürzen anzupassen; später kamen noch zwei weitere Chassis hinzu. Die neuen Autos erhielten die Bezeichnung Alfa Romeo 179C. Monocoque, Karosserie und Motor entsprachen weitgehend dem bisherigen 179; abweichend von ihnen hatte der 179C aber einen hydraulischen Mechanismus, mit dem sich die Bodenfreiheit variieren ließ. Die Fahrwerkshydraulik war defektanfällig und brachte nicht den gewünschten Erfolg. Den meisten Quellen zufolge gab Alfa Romeo deshalb den 179C zur Mitte der Saison auf und ersetzte ihn durch den 179B und den 179D. Zu den letzten Rennen der Saison 1981 wurde einer der 179C noch einmal reaktiviert, nachdem er von Gérard Ducarouge überarbeitet worden war.
Alfa Romeo 179B
Die Bezeichnung Alfa Romeo 179B wird zumeist für drei Chassis verwendet, die bereits 1980 aufgebaut worden waren und in diesem Jahr als Alfa Romeo 179 mehrere Weltmeisterschaftsläufe bestritten hatten. Nach dem Scheitern des 179C im Frühsommer 1981 wurden sie - nun als 179B bezeichnet - vorübergehend reaktiviert, bis der 179D für Mario Andretti einsatzbereit war bzw. der überarbeitete 179C für Bruno Giacomelli zur Verfügung stand. Diese Zuordnung ist in den gängigen Quellen allerdings nicht unbestritten. Mit dem Alfa Romeo 179B kamen Andretti und Giacomelli nur bei zwei Rennen ins Ziel; in keinem Fall erreichen sie einen Weltmeisterschaftspunkt.
Alfa Romeo 179D
Der Alfa Romeo 179D war eine Weiterentwicklung des 179C, die im Sommer 1981 debütierte. Von ihr entstanden zwei Chassis. Ob es sich dabei um neu aufgebaute Autos handelte oder ob ältere Chassis der Baureihe 179C verwendet wurden, ist ungeklärt. Der 179D wurde in diesem Jahr ausschließlich von Mario Andretti gefahren. Das erste Chassis beschädigte Andretti bereits bei dem ersten Einsatz irreparabel, das zweite fuhr er bei den restlichen Weltmeisterschaftsläufen der Saison. Mit dem 179D erreichte Alfa Romeo keine Weltmeisterschaftspunkte. Für das Auftaktrennen zur Saison 1982 in Südafrika brachte Alfa Romeo den 179D noch einmal für Andrea de Cesaris an den Start; auch er kam mit dem Auto nicht in die Punkteränge.
Besondere Versionen
Als reines Testfahrzeug entstand 1980 der Alfa Romeo 179F, dessen Chassis vollständig aus kohlefaserverstärktem Kunststoff gefertigt war. Der 179F wurde weder bei einem Training noch in einem Rennen eingesetzt.
Eine weitere Spezialversion ist der 179T. Das 1982 gebaute Fahrzeug diente als Testwagen für den V8-Turbomotor Tipo 890T, der ab Formel-1-Weltmeisterschaft im Alfa Romeo 183T und später auch bei Osella zum Einsatz kam. Der 179T war das erste Auto, in dem der 890T-Motor getestet wurde. Im gleichen Jahr rüstete Alfa Romeo zu Testzwecken auch einen 182D mit dem Turbomotor aus; dieses Fahrzeug wird als 182T bezeichnet.
Rennergebnisse Alfa Romeo 179
Fahrer . Nr. . 1 . 2 . 3 . 4 . 5 . 6 . 7 . 8 . 9 . 10 . 11 . 12 . 13 . 14 . 15 . (Punkte . Rang)
1979 . Argentina . Brazil (1968-1992) . South Africa (1928-1994) . the United States . Spain (1977-1981) . Belgium (civil) . Monaco . France . the United Kingdom (1-2) . Germany . Austria . the Netherlands . Italy . Canada . the United States . (0 . -)
 B. Giacomelli . 35 . . . . . . . . . . . . . DNF . DNP . DNF
 V. Brambilla . 36 . . . . . . . . . . . . . . DNF . DNQ
1980 . Argentina . Brazil (1968-1992) . South Africa (1928-1994) . the United States . Belgium (civil) . Monaco . France . the United Kingdom (1-2) . Germany . Austria . the Netherlands . Italy . Canada . the United States . . (4 . 11)
 P. Depailler . 22 . DNF . DNF . NC . DNF . DNF . DNF . DNF . DNF . . . . . . _
 V. Brambilla . 22 . . . . . . . . . . . DNF . DNF . . _
 A. de Cesaris . 22 . . . . . . . . . . . . . DNF . DNF
 B. Giacomelli . 23 . 5 . 13 . DNF . DNF . DNF . DNF . DNF . DNF . 5 . DNF . DNF . DNF . DNF . DNF . _

Alfa Romeo 179B

Alfa Romeo 179B

Alfa Romeo 179B
Konstrukteur: . Alfa Romeo
Designer: . Carlo Chiti
Vorgänger: . Alfa Romeo 179C
Nachfolger: . Alfa Romeo 179D
Technische Spezifikationen
Chassis: . Monocoque
Motor: . Alfa Romeo 1260 V12
Reifen: . Michelin
Benzin: . Agip
Statistik
Fahrer: . Bruno Giacomelli . Mario Andretti
Erster Start: . Großer Preis von Frankreich 1981
Letzter Start: . Großer Preis der Niederlande 1981
Starts . Siege . Poles . SR
9 . — . — . —
WM-Punkte: . —
Podestplätze: . —
Führungsrunden: . —
Stand: Saisonende 1981

Der Alfa Romeo 179B ist ein von Autodelta konstruierter Formel-1-Rennwagen, der bei einzelnen Rennen der Weltmeisterschaft 1981 vom Alfa-Romeo-Werksteam eingesetzt wurde. Der 179B war ein Lückenfüller, den der Rennstall als kurzfristigen Ersatz für den technisch problematischen 179C an den Start brachte. Mit diesem Auto erzielte Alfa Romeo keine Weltmeisterschaftspunkte.
Entstehungsgeschichte
Der Mailänder Automobilhersteller Alfa Romeo unterhielt vor und unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg ein erfolgreiches Motorsportteam, das mit Giuseppe Farina (1950) und Juan Manuel Fangio (1951) die ersten Formel-1-Weltmeister stellte. Mit der Umstrukturierung des Unternehmens von einem Luxus- zu einem Großserienhersteller zu Beginn der 1950er-Jahre war auch der Rückzug aus dem Grand-Prix-Sport verbunden. Mit Beginn der Saison 1976 kehrte Alfa Romeo dauerhaft in die Formel 1 zurück, zunächst als Motorenlieferant für Brabham, ab 1979 dann auch mit einem eigenen Werksteam. Den Bau der Motoren und des Chassis sowie die Organisation des Werksteams übernahm das für Motorsport zuständige Tochterunternehmen Autodelta im Mailänder Vorort Settimo Milanese, das Carlo Chiti leitete.
Ab dem Spätsommer 1979 setzte das Team den Alfa Romeo 179 ein, der bis zum Ende der Saison 1980 an den Start ging. Das zum Saisonbeginn 1981 in Kraft getretene Verbot bodentiefer seitlicher Schürzen machte im Winter 1980/81 eine Überarbeitung des 179 erforderlich. Der Nachfolger erhielt die Bezeichnung Alfa Romeo 179C. Er war mit einer Hydraulik ausgestattet, mit der sich die Bodenfreiheit variieren ließ: Auf diese Weise erreichte der Wagen im Stand, d. h. unter anderem bei Kontrollen, den vorgeschriebenen Mindestabstand, während er im Rennbetrieb auf ein niedrigeres Niveau abgesenkt werden konnte. Die Mechanismen, die sich in ähnlicher Form auch bei den meisten anderen Teams fanden, waren nach dem Zweck der Regelung eigentlich illegal; nach längeren Auseinandersetzungen wurden sie aber von der FISA akzeptiert.
Das Hydrauliksystem des 179C war in der Praxis mit Problemen verbunden. Das zeigte sich unter anderem an zunehmend schlechter werdenden Qualifikationsergebnissen in der ersten Saisonhälfte 1981. (Mit zunehmender Dauer der Saison kam es wiederholt zu Qualifikationen im hinteren Drittel des Starterfelds, so etwa in Argentinien (23. Startplatz für Giacomelli) und Belgien (Startplätze 17 und 18 für Giacomelli und Andretti).) Der 179C war zumindest bis zum Großen Preis von Spanien das Einsatzauto des Alfa-Romeo-Teams. Die weitere Renngeschichte wird im Detail in Fachpublikationen uneinheitlich dargestellt. (Generell ist die Zuordnung einzelner Chassis bei Alfa Romeo bzw. Autodelta in dieser Zeit sehr problematisch. Autodelta wechselte regelmäßig Chassis- und Motornummern aus, ohne dies nachvollziehbar zu dokumentieren. Vgl. hierzu die Anmerkung zum Alfa Romeo 179C auf ... (abgerufen am 15. Juli 2022).) Einigen Quellen zufolge blieb der 179C auch nach dem Großen Preis von Spanien bis zum Saisonende durchgängig das Einsatzauto des Alfa-Werksteams. Zahlreiche andere Quellen behaupten demgegenüber, dass Alfa Romeo den 179C wegen anhaltender Probleme mit der Fahrwerkshydraulik nach dem Großen Preis von Spanien zunächst aufgab und für die folgenden Rennen andere Chassis an den Start brachte. Danach erhielten die beiden Alfa-Fahrer Bruno Giacomelli und Mario Andretti für eine Übergangszeit je ein 1980 aufgebautes Auto vom Typ 179, das kleinere Anpassungen erhielt und daraufhin als Alfa Romeo 179B bezeichnet wurde. Erst nachdem Gérard Ducarouge den 179C im Sommer 1981 überarbeitet hatte, trat Bruno Giacomelli wieder mit diesem Typ an, Andretti hingegen schloss die Saison mit dem neu aufgebauten Alfa Romeo 179D ab.
Modellbeschreibung
Alfa Romeo setzte 1981 drei Autos mit der Bezeichnung 179B ein. Sie basierten auf Chassis, die jeweils bereits 1980 gebaut worden waren. Einer Quelle zufolge handelte es sich dabei um den 179/3, den 179/4 und den 179/6.
Der Alfa Romeo 179B hat ein aus Aluminiumblechen zusammengebautes Monocoque. Die Karosserie entspricht weitestgehend der des 179. Vorn und hinten hat der Wagen jeweils eine Doppelquerlenkerachse mit Umlenkhebeln; Federn und Stoßdämpfer sind innenliegend angeordnet. Im Gegensatz zum 179C hat der 179B keine Fahrwerkshydraulik.
Der Alfa Romeo 170B wird von dem als Tipo 1260 V12 bezeichneten Zwölfzylinder-Saugmotor angetrieben, der 1979 im Brabham BT48 debütierte und auch im 179 sowie im 179C zum Einsatz kam. Er hat einen Hubraum von 2991 cm³ (Bohrung × Hub: 78,5 mm × 51,5 mm) und einen Zylinderbankwinkel von 60 Grad. Der von Carlo Chiti konstruierte Tipo 1260 V12 hatte eine mechanische Benzineinspritzung von Lucas und eine Zündanlage von Marelli. Die Motorleistung wurde 1981 auf etwa 520 PS geschätzt, die bei 12.000 Umdrehungen pro Minute anfielen; andere Quellen nennen 525 PS bei 12.300 Umdrehungen pro Minute. Damit war Alfa Romeos Motor zusammen mit Matras Zwölfzylindermotor vom Typ MS81 der stärkste Saugmotor - der Cosworth DFV war etwa 30 PS schwächer -, er galt aber als komplex, schwer und defektanfällig.
Lackierung
Der Alfa Romeo 179B ist - wie der 179C - weiß und rot lackiert. Hauptsponsor war wie schon im Vorjahr der Tabakkonzern Philip Morris International, der mit der Zigarettenmarke Marlboro auf den Autos warb. Ein weiterer Sponsor war der italienische Lebensmittelhersteller Motta. Wegen des Hauptsponsors und der auf ihn zurückzuführenden Farbgebung ähnelte der Alfa Romeo optisch den vergleichbar gestalteten Wagen von McLaren.
Renneinsätze
Der Alfa Romeo 179B erschien nach verbreiteter Sichtweise erstmals beim Großen Preis von Frankreich. Fahrer waren Mario Andretti und Bruno Giacomelli. Im Rennen kam Andretti, der vom zehnten Platz gestartet war, als Achter ins Ziel, während Giacomelli im Rennen drei Plätze auf seine Startposition verlor und mit drei Runden Rückstand 15. wurde. In Großbritannien gingen Andretti und Giacomelli als Elfter bzw. Zwölfter ins Rennen, erreichten aber keine Zielankunft. Andretti fiel nach einem Defekt des Gaspedals aus, bei Giacomelli kam es zu einem Schaden der Kraftübertragung. In Deutschland belegten Giacomelli und Andretti die Startplätze neun und 12. Im Rennen kam Andretti als Achter ins Ziel, während Giacomelli 15. wurde. Der Große Preis von Österreich war Andrettis letztes Rennen im 179B. Er qualifizierte sich für Startplatz 13, beendete das Rennen aber nicht, weil er nach einem Motordefekt in der 47. Runde ausfiel. Giacomelli ging als 16. ins Rennen und fiel nach 34 Runden wegen eines Motorbrands aus. In den Niederlanden fuhr nur noch Giacomelli den 179, während Andretti bereits im 179D an den Start ging. Giacomelli qualifizierte sich im alten Auto für den 14. Startplatz, Andretti im neuen für den siebten. Im Rennen fielen beide Fahrer aus: Giacomellis Auto erlitt einen Aufhängungsbruch, bei Andrettis Auto platzte ein Reifen.
Ergebnisse
Fahrer . Nr. . 1 . 2 . 3 . 4 . 5 . 6 . 7 . 8 . 9 . 10 . 11 . 12 . 13 . 14 . 15 . (Punkte . Rang)
1981 . the United States . Brazil (1968-1992) . Argentina . San Marino (pre 2011) . Belgium (civil) . Monaco . Spain (1977-1981) . France . the United Kingdom . Germany . Austria . the Netherlands . Italy . Canada . Las Vegas, Nevada . (0 (10)* . 9)
 M. Andretti . 22 . . . . . . . . 8 . DNF . 9 . DNF . . . . 
 B. Giacomelli . 23 . . . . . . . . 15 . DNF . 15 . DNF . DNF . . . 
*Sämtliche Meisterschaftspunkte erzielte Alfa Romeo 1981 mit dem 179C.

Alfa Romeo 179C

Alfa Romeo 179C

Alfa Romeo 179C
Konstrukteur: - Alfa Romeo
Designer: - Carlo Chiti / Gérard Ducarouge
Vorgänger: - Alfa Romeo 179
Nachfolger: - Alfa Romeo 179D / Alfa Romeo 182
Technische Spezifikationen
Motor: - Alfa Romeo 1260 V12
Radstand: - 2740 mm
Gewicht: - 595 kg
Reifen: - Michelin
Benzin: - Agip
Statistik
Fahrer: - Bruno Giacomelli / Mario Andretti
Erster Start: - Großer Preis der USA West 1981
Letzter Start: - Großer Preis von Südafrika 1982
Starts - Siege - Poles - SR
18 - — - — - —
WM-Punkte: - 10
Podestplätze: - —
Führungsrunden: - —
Stand: Saisonende 1982

Der Alfa Romeo 179C ist ein von Autodelta konstruierter Formel-1-Rennwagen, der in den Weltmeisterschaften 1981 und 1982 vom Alfa-Romeo-Werksteam eingesetzt wurde. Der 179C trat die Nachfolge des eineinhalb Jahre vorher präsentierten 179 an. Der 179C erwies sich im Renneinsatz als technisch problematisch. Einzelheiten zu seinen Renneinsätzen sind nicht zweifelsfrei geklärt; überwiegend wird vermutet, dass der 179C zur Mitte der Saison 1981 vorübergehend zurückgezogen und durch andere Fahrzeugtypen, darunter eine modifizierte Version seines Vorgängers, ersetzt wurde.
Entstehungsgeschichte
Der Mailänder Automobilhersteller Alfa Romeo unterhielt vor und unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg ein erfolgreiches Motorsportteam, das mit Giuseppe Farina (1950) und Juan Manuel Fangio (1951) die ersten Formel-1-Weltmeister stellte. Mit der Umstrukturierung des Unternehmens von einem Luxus- zu einem Großserienhersteller zu Beginn der 1950er-Jahre war auch der Rückzug aus dem Grand-Prix-Sport verbunden.
Nach einigen kurzlebigen Versuchen mit McLaren (1970) und March (1971) kehrte die seinerzeit noch zum Staatskonzern IRI gehörende Traditionsmarke Alfa Romeo mit Beginn der Saison 1976 wieder dauerhaft in die Formel 1 zurück. Anfänglich belieferte das Unternehmen nur das britische Team Brabham mit Motoren; ab 1979 ging es darüber hinaus auch mit einem eigenen Chassis und einem Werksteam an den Start. Den Bau der Motoren und des Chassis sowie die Organisation des Werksteams übernahm das für Motorsport zuständige Tochterunternehmen Autodelta im Mailänder Vorort Settimo Milanese, das von Carlo Chiti geleitet wurde. Das Werksteam debütierte beim Großen Preis von Belgien 1979 mit dem Alfa Romeo 177, der 1977 entstanden und bei seinem ersten Rennen bereits veraltet war. Im Spätsommer 1979 debütierte beim Heimrennen in Italien dann der neu konstruierte Alfa Romeo 179, der bis zum Ende der Saison 1980 im Einsatz blieb.
Der 179C als Nachfolger des 179
Eine Regeländerung, die zu Beginn der Saison 1981 in Kraft trat, machte eine grundlegende Überarbeitung des Alfa Romeo 179 erforderlich. Für 1981 verbot die FISA bewegliche Schürzen am unteren Ende der Seitenkästen (Skirts), die in den letzten Jahren üblich geworden waren. Sie hatten den Zweck, den Unterboden zur Optimierung des Bodeneffekts nahezu vollständig abzuschließen. Nunmehr war ein Abstand von 60 mm zwischen Schürze und Fahrbahn vorgeschrieben. Als Reaktion darauf entwickelten viele Teams - unter ihnen auch Alfa Romeo - Mechanismen, mit denen sich die Bodenfreiheit variieren ließ: Auf diese Weise erreichten die Wagen im Stand, d. h. unter anderem bei Kontrollen, den vorgeschriebenen Mindestabstand, während sie im Rennbetrieb auf ein niedrigeres Niveau abgesenkt werden konnten. Die Mechanismen waren nach dem Zweck der Regelung eigentlich illegal; nach längeren Auseinandersetzungen wurden sie aber von der FISA akzeptiert.
Alfa Romeos Version dieser „Wagenheberautos“ war der 179C, der mit einer Fahrwerkshydraulik ausgestattet war. Von diesem Typ baute Alfa Romeo 1981 vier Fahrzeuge, deren Hydraulik in der Praxis mit erheblichen Problemen verbunden war. Nach überwiegender Auffassung kam das Auto nicht in der gesamten Saison zum Einsatz, sondern wurde nach der ersten Saisonhälfte zunächst aufgegeben und durch andere Modelle ersetzt.
Umstrittenes Verhältnis zum 179D und 179B
Die Renngeschichte des 179C wird im Detail in Fachpublikationen uneinheitlich dargestellt. [Anm. 1] Sicher ist, dass der 179C vom Auftaktrennen im kalifornischen Long Beach bis zum siebten Saisonrennen in Spanien regelmäßig gemeldet wurde und zum Einsatz kam. Zu den anschließenden Rennen gibt es unterschiedliche Darstellungen.
Einigen Quellen zufolge blieb der 179C auch nach dem Großen Preis von Spanien bis zum Saisonende durchgängig das Einsatzauto des Alfa-Werksteams. Damit einher geht die Annahme, dass der Alfa Romeo 179D kein eigenständiger Typ, sondern ein bloßes Untermodell des 179C ist.
Zahlreiche andere Quellen behaupten demgegenüber, Alfa Romeo habe den 179C wegen anhaltender Probleme mit der Fahrwerkshydraulik nach dem Großen Preis von Spanien zunächst aufgegeben. Danach erhielten die beiden Alfa-Fahrer Bruno Giacomelli und Mario Andretti für eine Übergangszeit je ein 1980 aufgebautes Auto vom Typ 179, das kleinere Anpassungen erhielt und daraufhin als Alfa Romeo 179B bezeichnet wurde. Als der französische Ingenieur Gérard Ducarouge im Sommer 1981 von der Équipe Ligier zu Autodelta kam, überarbeitete er den 179C kurzfristig. Der 179C in der Ducarouge-Version wurde daraufhin an Bruno Giacomelli gegeben, der mit ihm anstelle des 179B die letzten drei Rennen der Saison 1981 bestritt. Mario Andretti erhielt den überarbeiteten 179C dagegen nicht; er setzte die Saison stattdessen mit dem neuen 179D fort.

Modellbeschreibung

Chassis und Fahrgestell
Die grundlegende Konstruktion des 179C entspricht der des 179 von 1979. Allerdings gibt es in Details wesentliche Abweichungen. Während der Alfa Romeo 179 in seiner ersten Version ein aus Aluminiumblechen zusammengebautes Monocoque hat, ist es beim 179C Aluminium in Wabenkernbauweise. Vorn und hinten hat der Wagen jeweils eine Doppelquerlenkerachse mit Umlenkhebeln; Federn und Stoßdämpfer sind innenliegend angeordnet.
Motor
Als Antrieb diente der als Tipo 1260 V12 bezeichnete Zwölfzylinder-Saugmotor mit einem Hubraum von 2991 cm³ (Bohrung × Hub: 78,5 mm × 51,5 mm) und einem Zylinderbankwinkel von 60 Grad. Der Tipo 1260 V12 war 1978 unter Carlo Chitis Leitung konstruiert worden und debütierte zu Beginn der Saison 1979 als Kundenmotor bei Brabham im BT48. In Alfa Romeos Werksteam war er im Spätsommer 1979 mit dem 179 erstmals erschienen. [Anm. 2] Der Zwölfzylindermotor hatte eine mechanische Benzineinspritzung von Lucas und eine Zündanlage von Marelli. Die Motorleistung wurde 1981 auf etwa 520 PS geschätzt, die bei 12.000 Umdrehungen pro Minute anfielen; andere Quellen geben 525 PS bei 12.300 Umdrehungen pro Minute an. Damit war Alfa Romeos Motor zusammen mit Matras Zwölfzylindermotor vom Typ MS81 der stärkste Saugmotor - der Cosworth DFV war etwa 30 PS schwächer -, er galt aber als komplex, schwer und defektanfällig.
Modifikationen durch Gérard Ducarouge
Im Sommer 1981 erhielt Autodelta Unterstützung durch den französischen Ingenieur Gérard Ducarouge, den langjährigen technischen Direktor der Équipe Ligier, der dort nach dem Großen Preis von Großbritannien von Guy Ligier entlassen worden war. Ducarouges Ligier JS11/15 war eines der erfolgreichsten Autos der Saison 1980 gewesen; mit ihm hatte das Team aus Vichy 1980 den zweiten Platz der Konstrukteursmeisterschaft erreicht. Unmittelbar nach seiner Entlassung wechselte Ducarouge zu Autodelta. Die Phase seiner Beschäftigung für Autodelta wird in der französischen Literatur in einem Wortspiel teilweise als Ducarosso (italienisch rosso = französisch rouge = deutsch rot) bezeichnet. Ducarouge begann bei Autodelta umgehend mit der Entwicklung des Alfa Romeo 182 und überarbeitete parallel dazu den 179C. Zwei der vier 179C-Fahrgestelle erhielten Seitenkästen, die im Profil und in der Unterbodengestaltung dem Ligier JS11/15 nachempfunden waren. Außerdem überarbeitete Ducarouge die Aufhängungsgeometrie.
Lackierung
Der Alfa Romeo 179C ist weiß und rot lackiert. Hauptsponsor war wie schon im Vorjahr der Tabakkonzern Philip Morris International, der mit der Zigarettenmarke Marlboro auf den Autos warb. Ein weiterer Sponsor war der italienische Lebensmittelhersteller Motta. Wegen des Hauptsponsors und der auf ihn zurückzuführenden Farbgebung ähnelte der Alfa Romeo optisch den vergleichbar gestalteten Wagen von McLaren.

Renneinsätze

Weltmeisterschaft 1981
Die 179C wurden in der Saison 1981 von Alfa Romeos Stammfahrern Bruno Giacomelli und Mario Andretti gefahren. Andretti war zum Jahresbeginn von Lotus zu Alfa Romeo gewechselt.
Beim Saisonauftakt in Long Beach starteten Andretti und Giacomelli vom sechsten bzw. neunten Platz. Andretti beendete das Rennen als Vierter, während Giacomelli nach einer Kollision mit Jan Lammers (ATS) ausfiel. Beim folgenden Rennen in Brasilien qualifizierte sich Giacomelli für Startplatz sechs und Andretti für Startplatz 9. Im Rennen verunfallte Andretti bereits in der ersten Runde, während Giacomelli keine ausreichende Renndistanz zurücklegte, um in die Wertung zu kommen. Zwei Wochen später in Argentinien fielen beide Alfa-Romeo-Fahrer im Qualifikationstraining stark ab. Andretti erreichte nur den 17., Giacomelli den 23. Startplatz. Im Rennen kam Andretti als Achter ins Ziel, während Giacomelli nach 51 von 53 Runden wegen Benzinmangels ausfiel. Die zurückgelegte Distanz reichte aber, um als Zehnter gewertet zu werden. Beim ersten europäischen Weltmeisterschaftslauf in Imola (Großer Preis von San Marino 1981) belegten die Alfa-Fahrer die Startplätze 9 und 10. Keiner von ihnen beendete das Rennen. Andretti fiel nach einem Getriebedefekt aus, während Giacomelli nach einer Kollision mit Eddie Cheever (Tyrrell) aufgeben musste. In Belgien starteten Giacomelli und Andretti von den Plätzen 17 und 18 und kamen als 9. bzw. 10. ins Ziel. Auch in Monaco erreichten sie nur Qualifikationszeiten, die für die hintere Hälfte des Starterfeldes reichten. Im Rennen fielen beide Fahrer nach Unfällen aus: Andretti kollidierte schon in der ersten Runde mit Andrea de Cesaris (McLaren), Giacomelli später mit dem Tyrrell von Michele Alboreto. In Spanien schließlich ging Giacomelli als Sechster und Andretti als Achter ins Rennen. Andretti hielt seine Position bis zum Zieleinlauf, Giacomelli hingegen beendete das Rennen als Zehnter.
Nach verbreiteter Annahme kam der 179C in den folgenden fünf Weltmeisterschaftsläufen nicht zum Einsatz.
Das Auto kehrte in überarbeiteter Form erst im Spätsommer für die letzten drei Saisonrennen zurück und wurde hier ausnahmslos von Giacomelli gefahren. Beim ersten Rennen nach der Überarbeitung in Monza erreichte Giacomelli den 10. Startplatz; dabei war er im Qualifying mit dem überarbeiteten 179C etwa 0,8 Sekunden schneller als Andretti im 179D. Während Andretti nach einem Motorschaden vor Rennende ausschied, kam Giacomelli auf Platz 8 ins Ziel. In Kanada kam Giacomelli, vom 15. Startplatz aus ins Rennen gehend, mit einer Runde Rückstand auf den Sieger als Vierter ins Ziel. Andretti hingegen beendete das Rennen außerhalb der Punkteränge. Beim Saisonabschluss in Las Vegas erzielte Giacomelli das beste Ergebnis für Alfa Romeo seit dem Wiedereinstieg des Werksteams 1979: Vom achten Startplatz aus wurde er mit 20 Sekunden Rückstand auf den Sieger Dritter. Das war Alfa Romeos erste Podiumsplatzierung während des Engagements der Jahre 1979 bis 1985.
Weltmeisterschaft 1982
Für das Auftaktrennen der Saison 1982 in Südafrika brachte Alfa Romeo noch einmal die Autos an den Start, die schon beim letzten Rennen 1981 gemeldet worden waren. Der 179D ging an den neu ins Team gekommenen Andrea de Cesaris, während Bruno Giacomelli wie schon im Herbst 1981 einen 179C fuhr. Giacomelli qualifizierte sich mit dem Auto für den 19. Startplatz und kam als Elfter ins Ziel, zwei Plätze vor de Cesaris, der als 16. gestartet war. Beim nächsten Rennen, das zwei Monate später in Brasilien stattfand, war der neu konstruierte Alfa Romeo 182 für beide Fahrer einsatzbereit.
Rennergebnisse
Die nachstehende Zusammenfassung legt die nicht unbestrittene Auffassung zugrunde, dass Alfa Romeo den Einsatz des 179C nach dem Großen Preis von Spanien 1981 beendete und zeitweise auf den 179B sowie den 179D (zurück-)wechselte.

Fahrer - Nr. - 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 9 - 10 - 11 - 12 - 13 - 14 - 15 - 16 - (Punkte - Rang)
1981 - the United States - Brazil (1968-1992) - Argentina - San Marino (pre 2011) - Belgium (civil) - Monaco - Spain (1977-1981) - France - the United Kingdom (1-2) - Germany - Austria - the Netherlands - Italy - Canada - Las Vegas, Nevada - - (10 - 9)
 M. Andretti - 22 - 4 - DNF - 8 - DNF - 10 - DNF - 10 - - - - - - - - - 
 B. Giacomelli - 23 - DNF - NC - 10 - DNF - 9 - DNF - 8 - - - - - - 8 - 4 - 3 - 
1982 - South Africa (1928-1994) - Brazil (1968-1992) - the United States - San Marino (pre 2011) - Belgium (civil) - Monaco - the United States - Canada - the Netherlands - the United Kingdom (1-2) - France - Germany - Austria - Switzerland within 2to3 - Italy - Las Vegas, Nevada - (0 (7) [Anm. 3] - 9)
 B. Giacomelli - 23 - 11 - - - - - - - - - - - - - - - 

Legende
Farbe - Abkürzung - Bedeutung
Gold
- - Sieg
Silber
- - 2. Platz
Bronze
- - 3. Platz
Grün
- - Platzierung in den Punkten
Blau
- - Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett
DNF - Rennen nicht beendet (did not finish)
NC - nicht klassifiziert (not classified)
Rot
DNQ - nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ - in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz
DSQ - disqualifiziert (disqualified)
Weiß
DNS - nicht am Start (did not start)
WD - zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau
PO - nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD - Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne
DNP - nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ - verletzt oder krank (injured)
EX - ausgeschlossen (excluded)
DNA - nicht erschienen (did not arrive)
C - Rennen abgesagt (cancelled)
 - keine WM-Teilnahme
sonstige
P/fett - Pole-Position
1/2/3/4/5/6/7/8 - Punktplatzierung im Sprint-/Qualifikationsrennen
SR/kursiv - Schnellste Rennrunde
* - nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
() - Streichresultate
unterstrichen - Führender in der Gesamtwertung

Anmerkungen
1 Generell ist die Zuordnung einzelner Chassis in bei Alfa Romeo bzw. Autodelta in dieser Zeit sehr problematisch. Autodelta wechselte regelmäßig Chassis- und Motornummern aus, ohne dies nachvollziehbar zu dokumentieren. Vgl. hierzu die Anmerkung zum Alfa Romeo 179C auf ... (abgerufen am 15. Juli 2022).
2 Der Alfa Romeo 177, mit dem das Werksteam erstmals in Belgien 1979 erschien, hatte noch den älteren, Tipo 115-12 genannten Zwölfzylinder-Saugmotor mit einem Bankwinkel von 180 Grad, dessen bauartbedingte Breite nicht mit dem Konzept des Wing Cars, das freie Seitenkästen zur Erzeugung eines Unterdrucks benötigte, vereinbar war.
3 In der Saison 1982 erzielte Alfa Romeo insgesamt sieben Weltmeisterschaftspunkte und belegte den 9. Rang der Konstrukteursmeisterschaft. Alle Punkte wurden mit dem Alfa Romeo 182 erzielt; der 179C brachte keinen Punkt.

Alfa Romeo 179D

Alfa Romeo 179D

Alfa Romeo 179D
Konstrukteur: - Alfa Romeo
Designer: - Carlo Chiti
Vorgänger: - Alfa Romeo 179C
Nachfolger: - Alfa Romeo 182
Technische Spezifikationen
Chassis: - Monocoque
Motor: - Alfa Romeo 1260 V12
Reifen: - Michelin
Benzin: - Agip
Statistik
Fahrer: - Mario Andretti / Andrea de Cesaris
Erster Start: - Großer Preis der Niederlande 1981
Letzter Start: - Großer Preis von Südafrika 1982
Starts - Siege - Poles - SR
5 - — - — - —
WM-Punkte: - —
Podestplätze: - —
Führungsrunden: - —
Stand: Saisonende 1981

Der Alfa Romeo 179D ist ein von Autodelta konstruierter Formel-1-Rennwagen, der bei fünf Läufen der Weltmeisterschaften 1981 und 1982 vom Alfa-Romeo-Werksteam eingesetzt wurde. Der 179D war ein Interimsmodell, den der Rennstall als kurzfristigen Ersatz für den technisch problematischen 179C an den Start brachte. Einzelheiten seiner Geschichte sind unklar und werden in der Literatur unterschiedlich dargestellt.
Entstehungsgeschichte
Der Mailänder Automobilhersteller Alfa Romeo unterhielt vor und unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg ein erfolgreiches Motorsportteam, das mit Giuseppe Farina (1950) und Juan Manuel Fangio (1951) die ersten Formel-1-Weltmeister stellte. Mit der Umstrukturierung des Unternehmens von einem Luxus- zu einem Großserienhersteller zu Beginn der 1950er-Jahre war auch der Rückzug aus dem Grand-Prix-Sport verbunden.
Alfa Romeos Neuanfang 1979
Mit Beginn der Saison 1976 kehrte Alfa Romeo dauerhaft in die Formel 1 zurück, zunächst als Motorenlieferant für Brabham, ab 1979 dann auch mit einem eigenen Werksteam. Den Bau der Motoren und des Chassis sowie die Organisation des Werksteams übernahm das für Motorsport zuständige Tochterunternehmen Autodelta im Mailänder Vorort Settimo Milanese, das Carlo Chiti leitete. Ab dem Spätsommer 1979 setzte das Team den Alfa Romeo 179 ein, der bis zum Ende der Saison 1980 an den Start ging. Das zum Saisonbeginn 1981 in Kraft getretene Verbot bodentiefer seitlicher Schürzen machte im Winter 1980/81 eine Überarbeitung des 179 erforderlich. Der Nachfolger erhielt die Bezeichnung Alfa Romeo 179C. Er war mit einer Hydraulik ausgestattet, mit der sich die Bodenfreiheit variieren ließ: Auf diese Weise erreichte der Wagen im Stand, d. h. unter anderem bei Kontrollen, den vorgeschriebenen Mindestabstand, während er im Rennbetrieb auf ein niedrigeres Niveau abgesenkt werden konnte. Die Mechanismen, die sich in ähnlicher Form auch bei den meisten anderen Teams fanden, waren nach dem Zweck der Regelung eigentlich illegal; nach längeren Auseinandersetzungen wurden sie aber von der FISA akzeptiert. Das Hydrauliksystem des 179C in seiner ursprünglichen Version war in der Praxis mit Problemen verbunden. Das zeigte sich unter anderem an zunehmend schlechter werdenden Qualifikationsergebnissen in der ersten Saisonhälfte 1981. [Anm. 1]
Umstrittenes Verhältnis zum 179C
Der 179C war zumindest bis zum Großen Preis von Spanien das Einsatzauto des Alfa-Romeo-Teams. Die weitere Renngeschichte wird im Detail in Fachpublikationen uneinheitlich dargestellt. [Anm. 2] Zahlreiche Quellen gehen davon aus, dass Alfa Romeo den 179C nach dem Großen Preis von Spanien wegen anhaltender Probleme mit der Fahrwerkshydraulik zunächst aufgab und für die folgenden Rennen andere Chassis an den Start brachte. Danach erhielten die beiden Alfa-Fahrer Bruno Giacomelli und Mario Andretti für eine Übergangszeit drei Exemplare des 179B, bei denen es sich um 1980 aufgebaute 179-Chassis handelte, die kurzfristig modifiziert worden waren. [Anm. 3] Im Sommer 1981 löste Alfa Romeo auch den 179B ab: Bruno Giacomelli erhielt einen von Gérard Ducarouge überarbeiteten 179C, während Andretti ein Auto mit der Bezeichnung 179D erhielt. Mit dem 179C bzw. dem 179D beendeten beide Fahrer die Saison 1981. Für das Auftaktrennen der Saison 1982 in Südafrika wurden der 179C und der 179D noch einmal gemeldet, bevor sie beide durch den neu entwickelten Alfa Romeo 182 ersetzt wurden.
Produktion
Soweit die Quellen bei der Modellbeschreibung nach einzelnen Chassis differenzieren, verzeichnen sie regelmäßig zwei Exemplare des 179D:
 - Der erste 179D hatte sein Renndebüt beim Großen Preis der Niederlande 1981 und wurde dort von Andretti bei einem Unfall irreparabel beschädigt.
 - Der zweite 179D erschien zwei Wochen später beim folgenden Weltmeisterschaftslauf in Italien und wurde bis zum Großen Preis von Südafrika 1982 eingesetzt.
Nicht sicher geklärt ist die Frage, ob es sich bei den beiden 179D um neu aufgebaute Chassis handelt. Möglich ist auch, dass einer oder beide 179D die Monocoques älterer 179C verwenden, die lediglich in Details verändert wurden. Hierbei könnte insbesondere das erste, im Winter 1980/81 aufgebaute Chassis des 179C eine Rolle spielen, dessen Renngeschichte nur bis zum Großen Preis von Monaco im Mai 1981 belegt und dessen weiterer Verbleib unbekannt ist.
Modellbeschreibung
Der Alfa Romeo 179D hat ein aus Aluminiumblechen zusammengebautes Monocoque. Die Karosserie entspricht weitestgehend der des 179. Vorn und hinten hat der Wagen jeweils eine Doppelquerlenkerachse mit Umlenkhebeln; Federn und Stoßdämpfer sind innenliegend angeordnet. Im Gegensatz zum 179C hat der 179D keine Fahrwerkshydraulik. Der Frontflügel ist oberhalb der Fahrzeugnase montiert.
Der Alfa Romeo 170B wird von dem als Tipo 1260 V12 bezeichneten Zwölfzylinder-Saugmotor angetrieben, der 1979 im Brabham BT48 debütierte und auch im 179 sowie im 179C zum Einsatz kam. Er hat einen Hubraum von 2991 cm³ (Bohrung × Hub: 78,5 mm × 51,5 mm) und einen Zylinderbankwinkel von 60 Grad. Der von Carlo Chiti konstruierte Tipo 1260 V12 hatte eine mechanische Benzineinspritzung von Lucas und eine Zündanlage von Marelli. Die Motorleistung wurde 1981 auf etwa 520 PS geschätzt, die bei 12.000 Umdrehungen pro Minute anfielen; andere Quellen nennen 525 PS bei 12.300 Umdrehungen pro Minute. Damit war Alfa Romeos Motor zusammen mit Matras Zwölfzylindermotor vom Typ MS81 der stärkste Saugmotor - der Cosworth DFV war etwa 30 PS schwächer -, er galt aber als komplex, schwer und defektanfällig.
Lackierung
Die Lackierung des Alfa Romeo 179D entspricht der des 179C und des 179B. Hier wie war ist die Karosserie weiß und rot lackiert. Hauptsponsor war der Tabakkonzern Philip Morris International, der mit der Zigarettenmarke Marlboro auf den Autos warb. Ein weiterer Sponsor war der italienische Lebensmittelhersteller Motta. Wegen des Hauptsponsors und der auf ihn zurückzuführenden Farbgebung ähnelte der Alfa Romeo optisch den vergleichbar gestalteten Wagen von McLaren.

Renneinsätze

1981
Der Alfa Romeo 179D wurde 1981 viermal eingesetzt; Fahrer war jeweils Mario Andretti. Beim ersten dieser vier Rennen fuhr Andrettis Teamkollege Giacomelli den improvisierten Alfa Romeo 179B. Nur bei diesem Rennen war Andretti im Qualifying der schnellere der beiden Alfa-Fahrer. Als Giacomelli ab dem Großen Preis von Italien den von Gérard Ducarouge überarbeiteten 179C einsetzte, war Andretti im 179D in den Qualifikationsläufen regelmäßig langsamer als sein Teamkollege. Andretti erreichte im 179D nur eine Zielankunft und blieb dabei außerhalb der Punkteränge.
Der 179D debütierte am letzten Augustwochenende 1981 beim Großen Preis der Niederlande. Mario Andretti qualifizierte den Wagen für den siebten Startplatz, während Giacomelli im 179B Startplatz 14 erreichte. Andretti war auf seiner schnellsten Qualifikationsrunde etwa 3 km/h schneller als Giacomelli. Im Rennen fiel Andretti nach einem Unfall nach 62 Runden aus. Beim folgenden Rennen in Italien ging Andretti von Platz 13 ins Rennen, Giacomelli von Platz 10. Im Rennen fiel Andretti nach 41 Runden nach einem Motorschaden aus. In Kanada startete Andretti von Platz 16, einen Platz hinter Giacomelli. Das Rennen beendete er auf Platz sieben, während Giacomelli Vierter wurde. Beim letzten Saisonrennen in Las Vegas startete Andretti als Zehnter. Im Rennen fiel er nach einem Defekt der Aufhängung aus.
1982
Für das Auftaktrennen der Saison 1982 in Südafrika brachte Alfa Romeo noch einmal die Autos an den Start, die schon beim letzten Rennen 1981 gemeldet worden waren. Der 179D ging an den neu ins Team gekommenen Andrea de Cesaris, während Bruno Giacomelli wie schon im Herbst 1981 einen 179C fuhr. Giacomelli qualifizierte sich mit dem Auto für den 19. Startplatz und kam als Elfter ins Ziel, zwei Plätze vor de Cesaris, der als 16. gestartet war. Beim nächsten Rennen, das zwei Monate später in Brasilien stattfand, war der neu konstruierte Alfa Romeo 182 für beide Fahrer einsatzbereit.

Ergebnisse
Fahrer - Nr. - 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 9 - 10 - 11 - 12 - 13 - 14 - 15 - 16 - (Punkte - Rang)
1981 - the United States - Brazil (1968-1992) - Argentina - San Marino (pre 2011) - Belgium (civil) - Monaco - Spain (1977-1981) - France - the United Kingdom (1-2) - Germany - Austria - the Netherlands - Italy - Canada - Las Vegas, Nevada - - (0 (10) [Anm. 4] - 9)
 M. Andretti - 22 - - - - - - - - - - - - DNF - DNF - 7 - DNF
1982 - South Africa (1928-1994) - Brazil (1968-1992) - the United States - San Marino (pre 2011) - Belgium (civil) - Monaco - the United States - Canada - the Netherlands - the United Kingdom (1-2) - France - Germany - Austria - Switzerland within 2to3 - Italy - Las Vegas, Nevada - (0 (7) [Anm. 5] - 9)
 A. de Cesaris - 22 - 13 - - - - - - - - - - - - - - - 

Legende
Farbe - Abkürzung - Bedeutung
Gold
- - Sieg
Silber
- - 2. Platz
Bronze
- - 3. Platz
Grün
- - Platzierung in den Punkten
Blau
- - Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett
DNF - Rennen nicht beendet (did not finish)
NC - nicht klassifiziert (not classified)
Rot
DNQ - nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ - in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz
DSQ - disqualifiziert (disqualified)
Weiß
DNS - nicht am Start (did not start)
WD - zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau
PO - nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD - Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne
DNP - nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ - verletzt oder krank (injured)
EX - ausgeschlossen (excluded)
DNA - nicht erschienen (did not arrive)
C - Rennen abgesagt (cancelled)
 - keine WM-Teilnahme
sonstige
P/fett - Pole-Position
1/2/3/4/5/6/7/8 - Punktplatzierung im Sprint-/Qualifikationsrennen
SR/kursiv - Schnellste Rennrunde
* - nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
() - Streichresultate
unterstrichen - Führender in der Gesamtwertung

Anmerkungen
1) Mit zunehmender Dauer der Saison kam es wiederholt zu Qualifikationen im hinteren Drittel des Starterfelds, so etwa in Argentinien (23. Startplatz für Giacomelli) und Belgien (Startplätze 17 und 18 für Giacomelli und Andretti).
2) Generell ist die Zuordnung einzelner Chassis bei Alfa Romeo bzw. Autodelta in dieser Zeit sehr problematisch. Autodelta wechselte regelmäßig Chassis- und Motornummern aus, ohne dies nachvollziehbar zu dokumentieren. Vgl. hierzu die Anmerkung zum Alfa Romeo 179C auf ... (abgerufen am 15. Juli 2022).
3) Nach einigen anderen Quellen blieb der 179C auch nach dem Großen Preis von Spanien bis zum Saisonende durchgängig das Einsatzauto des Alfa-Werksteams. Vgl. Statistik der Formel-1-Weltmeisterschaft 1981 auf ... (abgerufen am 15. Juli 2022) und Statistik der Formel-1-Weltmeisterschaft 1981 auf ... (abgerufen am 15. Juli 2022).
4) Sämtliche Meisterschaftspunkte erzielte Alfa Romeo 1981 mit dem 179C.
5) In der Saison 1982 erzielte Alfa Romeo insgesamt sieben Weltmeisterschaftspunkte und belegte den 9. Rang der Konstrukteursmeisterschaft. Alle Punkte wurden mit dem Alfa Romeo 182 erzielt; der 179D brachte keinen Punkt.

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